Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

SNG Vortrag 24.10.17: Kustos Christoph Mayrhofer, Salzburg Museum: Unbekanntes und Interessantes aus der numismatischen Sammlung im Salzburg Museum

Oktober 18th, 2017 by Peter Macho

Am Dienstag, dem 24. Oktober 2017 wird Christoph Mayrhofer, Kustos der Sammlung für Münzen, Medaillen und Geldwertzeichen im SALZBURG MUSEUM den Vortrag

„Unbekanntes und Interessantes aus der numismatischen Sammlung im Salzburg Museum“ halten.

Der Vortrag findet im Rahmen der SALZBURGER NUMISMATISCHEN GESELLSCHAFT im Sternbräu, Griesgasse 23, 5020 Salzburg, in der Bierstube im 1. Stock, statt. Er beginnt um  20:00 Uhr.

 

Gäste sind willkommmen, aus Platzgründen bitte um Anmeldung an sng@salzburger-geschichte.at .

 

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Ovale Medaille 1668 von Veit Linner bei Gorny u. Mosch in München!

Oktober 8th, 2017 by Peter Macho

 

Ovale Porträtmedaille 1668, Bild: Gorny und Mosch, München

Einne der seltensten erzbischöflichen Porträtmedaillen, die Medaille 1668 auf die Wahl von Eb. Max Gandolph Graf Kuenburg, wird am 12. Oktober bei Gorny und Mosch in München versteigert. Von der von Veit Linner geschnittenen Medaille sind weltweit weniger als fünf Stücke bekannt.

Lesen Sie hier die Beschreibung des Auktionshauses:

SALZBURG, ERZBISTUM. Maximilian Gandolf von Küenburg, 1668-1687. Ovale Silbermedaille 1668. (VL) zum Antritt seiner Regierung. Brustbild nach rechts / Legatenhut über Wappen, neben diesem unten die Signatur V - L. 50/32 mm (oval). 46.47 g. Zöttl 1978. Von größter Seltenheit. Prachtexemplar.

Erhaltung:  Prachtvolle Patina. Fast St

Ausruf  6.000 €

Zitat aus:  https://auktionen.gmcoinart.de/Auktion/Onlinekatalog?intAuktionsId=486

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Zur Salzburger Pfennigprägung zwischen 1461 und 1499:

August 26th, 2017 by Peter Macho

 

Stift Admont, 1471 Admont, Stiftsarchiv  Sss - 32, in: monasterium.net, URL <http://monasterium.net/mom/AT-StiAAdm/Urkunden/Sss-32/charter>, accessed at 2017-08-26Z

In der gängigen Literatur zur mittelalterlichen Münzprägung in Salzburg ist immer die Rede davon dass die Pfennigprägung 1461, mit dem Ende der Regierung von Erzbischof Sigismund von Volkersdorf, eingestellt wurde. Erst 1500 begann Leonhard von Keutschach wieder mit der Prägung (von erstmals datierten) Pfennigen.

Damit findet sich ein Loch von 40 Jahren in der von 990 bis 1810  durchgehenden Salzburger Münzgeschichte. Gerade kurz vor 1461 erreicht die Münzstätte Salzburg mit der Prägung des zweiten Salzburger Goldguldens einen Höhepunkt der Prägekunst. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass in der Münzstätte, die sich zu dieser Zeit ihrem 500 jährigen Bestandesjubiläum nähert, die Arbeit für 40 Jahre eingestellt wird.

Meines Erachtens sind einige der unzähligen Wappenpfennigvarianten des 15. Jahrhunderts in die letzten 40 Jahre zu legen, welche ist allerdings schwierig zu erkennen. Neben diversen Urkunden nach 1461 mit der Erwähnung von SALZBURGER PFENNIGEN  bestärkt mich vor allem eine Urkunde aus dem Stift Admont in dieser Meinung:

Am 16. September 1476 bestätigt  Jakob Schönperger, Bürgermeisters zu Salzburg, dass ihm Abt Johann III. von Admont das admontische Haus daselbst “an der Porten” gegen einen jährlichen Zins von vier Pfund Pfennig und die Beherbergung der Leute des Klosters erbrechtlich verlassen hat. In dieser in Salzburg verfassten Urkunde heisst es in Zeile 11 Mitte:

“VIER PFUND PFENNIG GUTER LANDESWERUNG ZU SALZPURG”

Der Bürgermeister von Salzburg sollte eigentlich wissen, ob in seiner Stadt Pfennige geprägt werden ?

 

Quelle der Urkunde:  Admont, Stiftsarchiv  Sss - 32, in: monasterium.net, URL <http://monasterium.net/mom/AT-StiAAdm/Urkunden/Sss-32/charter>, accessed at 2017-08-26Z

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153 Salzburger Münzen bei FRÜHWALD Top3 Auktion, Salzburg 23.9.2017

August 25th, 2017 by Peter Macho

 

20 Dukaten 1772 Domkapitel (Foto Auktionshaus Frühwald)

Eine schöne Salzburg Sammlung mit ausgewählten Raritäten und Erhaltungen versteigert Dr. Winfried Frühwald am 23. September in Salzburg. Neben seltenen Talerteilstücken ( Achteltaler der Bischöfe Wolf Dietrich und Markus Sitticus), halben Guldentalern des Johann Jakob Kuen Belasi und vielen Dukaten, Doppeldukaten und Dukatenklippen in feiner Erhaltung fällt die 20 Dukatenmedaille des Salzburger Domkapitels aus der Sedesvakanz 1772 ins Auge.

Sehen Sie hier bei SIXBID:  https://www.sixbid.com/browse.html?auction=4013&search=salzburg 

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Salzburger Beischläge - Karl Rolls Aufsatz in der Salzburger Landeskunde 1923

Juli 30th, 2017 by Peter Macho

Taler aus Correggio der Familie dÀustria, Roll 3 (Bild: Privatbesitz)

Unter dem etwas irreführenden Titel “Über das Ansehen der Salzburger Münzstätte” listet Karl Roll 1923 in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde erstmals die Beischläge zu Salzburger Münzen auf. Der abgebildete Taler entspricht der Nr. 3 in Rolls Zusammenstellung.

Einen umfangreicheren Aufsatz “Beischläge zu Salzburger Münzen” mit 13 abgebildeten Münztypen schrieb Dr. Helmut Zöttl in “1000 Jahre Salzburger Münzrecht”, Salzburg 1996. Weitere 12 Beischlagsabbildungen finden sich in Dr. Zöttls Buch “Salzburg-Münzen und Medaillen 1500-1810″, Teil 2, Salzburg 2009.
Obiger Beischlag aus Correggio ist noch in keinem dieser Aufsätze abgebildet, neu auftauchende Beischläge werden in Folge hier im Blog Vorgestellt. Diese Arbeit wird direkt von Dr. Zöttl unterstützt.

Im folgenden der “Urbeitrag” von Karl Roll: (vergrösserbar)

Salzburger Beischläge - Karl Rolls Aufsatz in der Salzburger Landeskunde 192

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Ein unedierter Achteltalertypus des Markus Sitticus von Hohenems:

Juli 17th, 2017 by Peter Macho

Unedierter Achteltaler 1612, Markus Sitticus

Am Beginn der Regierungszeit des Erzbischofs Markus Sitticus von Hohenems (1612-1619) war man sich bei der Gestaltung der Münzen noch unsicher, ob man die Jahreszahl getrennt (16_12) links und rechts des Wappens oder in einer Zahl bei 11 Uhr in der Legende anbringen soll.

Wir finden hier folgende Münzen mit getrennter Jahreszahl, die einen eigenen Münztyp darstellen:

Taler 1612, 1613

Halbtaler 1612

Vierteltaler 1612, 1613

Ab 1614 wurden alle Münzen (mit Ausnahme der Zweier; wohl aus Platzgründen) mit der Jahreszahl bei 11 Uhr geprägt.

Nun fanden wir einen Achtelzwittertaler des Jahres 1612, der sowohl die regulär bei Achteltalern verwendete Jahreszahl bei 11 Uhr aufweist, als auch eine getrennte Jahreszahl links und rechts des Wappens. Offenbar wurde hier versehentlich ein Stempel für die  Wappenseite verwendet, der regulär gar nicht zur Ausprägung gelangt ist. Dieser Münztyp ist in der Literatur unbekannt.

Anhänger

Der Achteltaler ist in einem Anhänger (um 1900) gefasst.

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Die Salzburger Mittelalterpfennige waren “Goldmünzen” - Materialanalyse zu einigen Pfennigen:

Juli 15th, 2017 by Peter Macho

Die Firma Goldankauf Seidl in Salzburg war so freundlich, einige seltenere Salzburger Wappenpfennige mit ihrem Analysegerät zu untersuchen. Da die Analyse nur einen Kreis von 3 mm durchleuchtet, wurden jeweils 2 Stichproben genommen und der Durchschnitt ausgerechnet.

Diese Methode ist bei Mittelaltermünzen nicht sehr genau, da diese oberflächliche Oxidationen und oft Fremdmaterialauflagen haben, bietet jedoch trotzdem einen guten Annäherungswert an den Silbergehalt der untersuchten Pfennige.

Auf jeden Fall richtig analysiert sind die enthaltenen Metalle in den Pfennigen - und hier zeigt sich eine Überraschung: Nahezu jeder der Pfennige beinhaltet etwa 0,10 % Gold - das gibt pro Tonne Pfennige ein Kilo reines Gold - also wesentlich mehr als in einem heute rentablen Goldbergwerk enthalten ist!

Fast jeder der Pfennige beinaltet neben SILBER und GOLD das beigefügte KUPFER (um die gewünschte Legierung mit dem entsprechenden Feingehalt zu erreichen) und ZINN und BLEI.

Eine breiter angelegte Untersuchung des Silbergehalts der Pfennige könnte auch bei der chronologischen Einordnung helfen, da zwischen der ersten Prägung um 1365 bis zur letzten um 1461 der Silbergehalt in der Kipperzeit ständig verringert wurde.

Pilgrim, Pfennig mit Bischofskopf     ana1.jpg

Pilgrim von Puchheim, Pfennig um 1365,  50% Silbergehalt!

Pilgrim, Pfennig, Rs.leer (4)  ana2.jpg

Pilgrim, Pfennig, Rs.leer (6)  ana3.jpg

Die beiden Pilgrim? Pfennige mit leerer Rückseite weisen etwa 70 % Silber auf.

Pilgrim, Pfennig, Rs.leer (5)   ana3-kopie.jpg

Der Pilgrim Pfennig mit seinem Namen enthält etwa 75% Silber.

Johann von Reisberg, Pfennig  ana4.jpg

Der Johann Pfennig enthält 60% Silber.

Friedrich 4. oder Sigismund 1., Pfennig mit Mitra  ana21.jpg

Der Mitra Pfennig weist 70% Silber aus. Dieser Pfennig aus der Zeit 1430-1460 ist im CNA (CNA A82) mit einer Feinheit von 250/1000 beschrieben (laut einer Strichprobe im Wiener Hauptmünzamt). Die starke Abweichung dieser vor 1994 durchgeführten Probe vom hier vorliegenden Stück zeigt die Dringlichkeit einer (noch) genaueren Untersuchung der Salzburger Wappenpfennige.

Wir empfehlen Goldankauf Peter Seidl in der Schrannengasse in Salzburg,  der die grundlegenden Daten dieser Untersuchung mit seinem Röntgenfloureszenz-Analysator erhoben hat: www.gold-silber-ankauf.at

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REPATRIATION - die Rückkehr der verlorenen Salzburger Münzen nach 70 Jahren:

Juni 28th, 2017 by Peter Macho

Am 28. Juni 2017 präsentiert das Salzburg Museum 94 Salzburger Münzen, die 1946, am Ende des 2. Weltkrieges, verschwunden sind.

Zur Vorgeschichte:

Im Mai 1945 wurden Kunstwerke und 4086 Salzburger Münzen aus der museumseigenen Münzsammlung zur Sicherung gegen Bomben und Plünderung in das Salzbergwerk nach Hallein verbracht. Diese wurden dann von den amerikanischen Besatzern in Depoträume in Hallein gebracht.

1946 wurden die gesicherten Sammlungen wieder dem Salzburg Museum übergeben, von den 4086 Münzen fehlten jedoch die seltensten 2464, darunter sämtliche Goldmünzen (mit heutigem  Marktwert von ca. 4-5 Mio. Euro). In den folgenden Jahrzehnten konnten nur wenige der 2464 Münzen im internationalen Münzhandel zurückgekauft werden, es hielt sich immer das Gerücht, die Sammlung sei von amerikanischen Spezialisten in die USA verbracht worden. Neuere Diskussionen unter österreichischen Numismatikern weisen jedoch in die Richtung, dass nur österreichische oder süddeutsche Numismatiker einen derartigen Diebstahl organisieren konnten.

Im Jahr 1996 erhielt die Amerikanische Numismatische Gesellschaft (ANS) in New York eine Schenkung von Chester L. Krause, dem Herausgeber des weltweit verwendeten “Standard-katalogs der Weltmünzen”:

 

Chester L. Krause, Bild: Amerikanische Numismatische Gesellschaft ANS

Chester L. Krause (Bild:ANS)

Herr Krause übergab der ANS nachfolgende 94 Salzburger Münzen, die er selbst aus dem US Münzhandel für einen  hohen Kaufpreis erworben hatte, mit dem Hinweis “diese Münzen stammen angeblich aus einem österreichischen Museum und sollten zurückgegeben werden”. Die ANS bemühte sich vorbildlich um die Provenienzerforschung und publizierte die Geschichte in ihrem (gedruckten) Jahresbericht 1996. Durch unglückliche Zufälle geriet dieser jedoch in den Folgejahren in Vergessenheit.

Vor wenigen Jahren stieß ich im Rahmen meiner weltweiten Internetrecherchen zur Salzburger Numismatik auf den ANS Beitrag von 1996 und erkannte die Chance, dass das Museum einen Teil der 1946 verlorenen Münzen zurückerhält. Nach Gesprächen mit den Kollegen der “Salzburger Numismatischen Gesellschaft” (SNG) sandte ich meinen Sohn, der gerade einen Studienpraktikumsaufenthalt in New York hatte, zu Frau Dr. Wartenberg, der Geschäftsführerin der ANS, um in Erfahrung zu bringen, ob das (mittlerweile 18 Jahre alte) Angebot der möglichen Rückgabe der Münzen noch aufrecht sei. Frau Dr. Wartenberg bestätigte die Rückgabebereitschaft, wenn genügend Beweise für die Eigentümerschaft des Salzburg Museums an den 94 Münzen vorgelegt werden könnten.

Weitere Diskussionen innerhalb der SNG führten dann zu Rechtsanwalt Dr. Peter Lechenauer, der in seiner Funktion als Mitglied der SNG und  Anwalt des Salzburg Museums im Mai 2016 Museumsdirektor Dr. Martin Hochleitner über den Sachverhalt informierte.

 Nun lag der Ball beim Kustos für Münzen, Medaillen und Geldwertzeichen, Christoph Mayrhofer. Dieser konnte in akribischer Archivforschung etwa ein Drittel der 94 Münzen zweifelsfrei der Museumssammlung zuordnen. Eine großartige Leistung, wenn man bedenkt, dass sehr vieles aus dem alten Museumsarchiv bei der Zerstörung durch amerikanisches Bombardement 1945 verloren ging!

 

Inventarnummer von 1884 Bild: Christoph Mayrhofer, Salzburg Museum

Den Nachweisschlüssel bildeten unter anderem die Tinteninventarnummern auf einigen mittelalterlichen Pfennigen (siehe Abbildung aus dem Vortrag von Kustos Mayrhofer). Im 19. Jahrhundert war es in allen Museen der Welt üblich, die Inventarnummer mit Tinte direkt auf das Objekt zu schreiben - eine Vorgangsweise, die heute unvorstellbar ist! Diese Nummern konnte Kustos Mayrhofer mit alten Inventaren in Verbindung bringen - und somit den Grundstein für die Rückgabe der Münzen legen.

 

Vertragsunterzeichnung ANS New York (Bild:Österrreichisches Generalkonsulat New York) Vertragsunterzeichnung ANS New York (Bild:Österrreichisches Generalkonsulat New York)

Vertragsunterzeichnung (Bilder:Österreichisches Generalkonsulat New York)

 Diese vorgelegten Unterlagen wurden von Frau Dr. Wartenberg und dem ANS Vorstand als ausreichend anerkannt. Im Mai 2017 unterzeichneten Frau Dr. Wartenberg, ANS Vorsitzender Kenneth L. Edlow und Dr. Hochleitner den von RA Dr. Lechenauer vorbereiteten Vertrag über die kostenlose Rückführung der Münzen im New Yorker Büro der ANS.

 Die ANS sprach in ihren ersten Berichten zur Vertragsunterzeichnung von der REPATRIATION der Salzburger Münzen - ein schönes Wort, das im Gegensatz zu Restitution nicht mit Schuld und Sühne belastet ist, sondern in seiner lateinischen Bedeutung sinngemäß aussagt:

DIE (VERLORENEN) KINDER KEHREN ZUM VATER ZURÜCK 

- dafür größten Dank an die Amerikanische Numismatische Gesellschaft und Chester L. Krause !

 

EINIGE BESONDERE STÜCKE DER SAMMLUNG:

Goldgulden des Erzbischofs Pilgrim, um 1365

Die bedeutendste Münze des Bestandes ist der Goldgulden des Erzbischofes Pilgrim von Puchheim. Er wurde um 1365 geprägt und ist die erste Goldmünze der Salzburger Münzgeschichte.

Denar des Erzbischofs Konrad, um 1125

 

Salzburg Museum - Jahresbericht 1861

Der erste um 1125-1130 geprägte Friesacher Denar Erzbischof Konrads 1. (1106-1147). Möglicherweise thematisiert die Ansicht des Domes den Stadtbrand und die Zerstörung desselben im Jahr 1127. Von dieser höchstseltenen Münze existieren heute keine 10 Stück weltweit, daher erscheint es wahrscheinlich, dass dieses Stück ident mit dem bereits im Museumsbericht 1861 aufgelisteten Konrad-Denar ist.

Pfennig des Erzbischofs Pilgrim, um 1365

Noch seltener als der Goldgulden Pilgrims ist der Wappenpfennig mit dem Kopf des Erzbischofes. Wie der Goldgulden um 1365 geprägt, handelt es sich bei DIESEM Stück um den ersten bekannten Pfennig dieses Typs, der 1877 in Ober-Plöttbach bei Zwettl in Niederösterreich gefunden wurde und dann ins Salzburg Museum kam.  Auch von dieser Münze sind weltweit weniger als 10 Stücke bekannt.

Pfennig des Erzbischofs Rudolph, um 1286

Der Pfennig Rudolfs von Hoheneck zeigt die erste Darstellung des Salzburger Landeswappens. Die Umschrift MONETA SALZB EPI . “Geld des Erzbischofs von Salzburg” bezieht sich auf den 1286 geschlossenen Vertrag mit Kärnten und Tirol über die Ausprägung von Pfennigen und deren Silbergehalt. (Auf der Rückseite findet sich eine der alten Inventarnummern)

Wappenpfennig mit feinem Perlkreis

Dieser sehr seltene Wappenpfennigtyp des 15. Jahrhunderts wurde 1996 im SNG Sonderband “1000 Jahre Salzburger Münzrecht” von Christoph Mayrhofer und Günther Rohrer erstmals abgebildet.

Dukat 1517 Leonhard von Keutschach

Leonhard von Keutschach, Dukat 1517

Doppeldukat 1549, Ernst von Bayern

Herzog Ernst von Bayern, Doppeldukat 1549

 

Alle Münzen finden Sie hier im PDF Katalog, erstellt von der Amerikanischen Numismatischen Gesellschaft:

 ANS Katalog der repatriierten Salzburger Münzen

 

Alle Münzabbildungen: American Numismatic Society, ANS

 

Ein Bericht der Münzhandlung Peter Macho, Salzburg. Wir stehen für alle Fragen zur (Salzburger) Numismatik jederzeit zur Verfügung!

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Aus dem Nachlass Arnold Luschin`s von Ebengreuth:

Juni 17th, 2017 by Peter Macho

 Aus einer Salzburger Nebenlinie der Erben Prof. Arnold Luschin von Ebengreuth erhielt ich ein kleines Konvolut Schriften und Fotos aus dem Besitz des ersten Grundlagenforschers zum Salzburgisch/Friesacher Münzwesen. Einige Bilder könnten unpubliziert sein, daher sollen sie hier veröffentlicht werden.

Zum Andenken an einen grossen Historiker und Numismatiker:

Arnold Luschin mit Gattin Berta Macowitz, Graz nach 1870

Arnold Luschin mit Gattin Berta Macowitz (Macovica; 1846-1905). Hochzeit 31.8.1870, Foto nach 1870. Datenquelle: http://www.kunsthisterik.net/wp-content/uploads/2015/01/Vzporedni-svetovi-listanje.pdf

 

Arnold Luschin, München (ca.1870-1880 ??)

Arnold Luschin, München (1870-1880 ?)

 Haus am Rosenberg   Haus am Rosenberg, Künstlerpostkarte

Luschins Haus am Rosenberg in Graz; um 1910 / 1920

Familie Luschin

Familie Luschin, ca 1920-1932

Todesanzeige 1932

Todesanzeige Graz 1932

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F. Nauhauser: Neues zu einem alten Mozart Porträt

Juni 14th, 2017 by Peter Macho

Bei den Recherchen zur Chronologie und Porträtikonographie der ältesten Mozartmedaillen faszinierte mich ein Porträt von Wolfgang Amadeus, aus dem Besitz des schwedischen Diplomaten Fredrik Samuel Silverstolpe, der das Kunstwerk von Mozarts Frau Constanze Mozart erhalten hatte und später der Universitätsbibliothek Uppsala schenkte.

MOZART, © Uppsala University Library, alvin-record:94727

© Uppsala University Library, alvin-record:94727
http://www.alvin-portal.org/alvin/imageViewer.jsf?dsId=ATTACHMENT-0001&pid=alvin-record%3A94727&dswid=1511

Unter dem Porträt befindet sich folgende Anmerkung in Schwedisch:  Read the rest of this entry »

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