Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

Unedierte Salzburger Münzen: Dukat 1711 Franz Anton Harrach

Dezember 25th, 2013 by Peter Macho

Dukat 1711, unedierte Variante der Darstellungsart ab 1712

Im Lauf der Jahre 1710/11 wurden in Salzburg viele Münztypen, die von 1623 - 1711 unverändert geprägt wurden, neu “gestylt” . Die auffallendste Neuerung war die Einführung des erzbischöflichen Porträts auf Talern und Dukaten. Dieser Tage entdeckte ich im Handel einen Dukaten des Jahres 1711, der bereits die neue Darstellung des heiligen Rupert und die Wappendarstellung wie sie ab 1712 üblich war, aufweist. Die Münze ist in der Literatur völlig unbekannt. Ursprünglich stammt der Dukat aus der Auktion 18, November 2013, Nr.575, Auktionshaus Sonntag; dort allerdings nicht als unediert erkannt.

Hier zum Vergleich die beiden bekannten Typen im Jahr 1711:

 Dukat 1709, alter Typ (1623-1711)    Dukat 1711 neuer Typ mit Porträt

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Rekordpreis für Friesacher Pfennig

Dezember 18th, 2013 by Peter Macho

Friesacher Pfennig, Stein ?Friesacher Pfennig, Stein ?

Vor kurzem erzielte ein (unedierter?) Friesacher Pfennig das Rekordergebnis von 2710.- Euro ! Das Münzbild weist Ähnlichkeit mit CNA C i 14, einem Pfennig Friedrich 2. von Österreich aus der Münzstätte Stein auf.

Nähere Angaben zur Identifizierung dieses Pfennigs sind willkommen !

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Salzburger Raritäten bei Heritage:

Dezember 13th, 2013 by Peter Macho

Belasi: 4 Dukat o.J.    Sitticus: 14 Dukaten 1612

Lodron: Achteltalerklippe 1627     Harrach 5 Dukaten o.J. (1709)

Die Beschreibungen der Heritage Auktion 14./15. Jänner 2014, New York:

Extraordinary Multiple Ducat Masterpiece
Salzburg. Markus Sittikus Graf von Hohenems gold 14 Ducats 1612, KM-unlisted, Fr-700 (listed only as Rare), Probszt-unlisted, AU58 NGC. Obv. Leftward facing bust in clerical garment. Rev. Oval arms below legate’s hat with St. Rupert and St. Vergilius facing at sides. A massive multi-ducat issue that, despite the certain complications of production, was made to a master’s specifications. While being bold, the engraving maintains delicacy, and the strike rises to virtual completeness. Diagonal reeding adds a nice touch to the overall feel. The surfaces show even handling in the form of minor ticks throughout, and point to this piece, albeit for a short period, filling a commercial role. One hint to this fact lies in the tiny etching of “XIIII” just before the reverse legends, a certain quick-identifier of this, even at the time, very rare denomination.
This coin is a complete enigma of a type; it’s a type that seems to have avoided numismatic plating for at least a half century. Read the rest of this entry »

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Goldene Antrittsmedaille Wolf Dietrichs bei Heritage, New York, 5.1.2014

Dezember 9th, 2013 by Peter Macho

Wolf Dietrich 5 Dukat o.J. (1587)    wolf-r.jpg

A Rare and Spectacular Medallic Commemorative on the Election of an ArchbishopSalzburg. Wolf Dietrich von Raitenau gold 5 Ducats ND (1587-1612), Fr-unlisted, Probszt-unlisted, BR-1531, MS62 NGC. A most impressive specimen, struck to beautiful medallic specifications with an extremely appealing high-relief bust of Wolf Dietrich on the obverse and ornate arms, set against somewhat concave mirrored fields, on the reverse. A fascinating type that given its extreme rarity, has eluded numismatic classification in most standard references. Upon searching however, we were able to locate a single offering of the type by Kunker in January of 2008. Close inspection of both this specimen and the Kunker example confirms similar grades, with the present likely being slightly finer with fewer central marks. Given the combination of obvious rarity and imposing design, we don’t hesitate to proclaim this example as at the the pinnacle of desirability, and as such, we anticipate spirited bidding from not only the Austrian specialist, but also the connoisseur of World rarities. Estimate: $60,000 - $80,000.

Originaltext aus:  Heritage,  Auktion 5./6. Janner 2014, New York.

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Bronzeabschlag des Guldiners 1522 bei Baldwin, London

September 23rd, 2013 by Peter Macho

Matheus Lang von Wellenburg,  Bronzeabschlag des Guldiners 1522 RRRBei Baldwins in London wird ein Bronzeabschlag des Porträtguldiners 1522 versteigert. Obwohl bei Zöttl nur ein Bronzeabschlag des Guldiners 1539 verzeichnet ist, scheinen diese Abschläge doch öfter vorzukommen. ( vgl. z.B. den bronzenen regulären Guldiner 1537 hier im Blogbeitrag über die Münzsammlung des Germanischen Museums Nürnberg) Für die Authentizität des Baldwin Stückes spricht die alte Tuschbeschriftung.

Hier die Beschreibung von Baldwins: WORLD COMMEMORATIVE MEDALS. Austria and Holy Roman Empire.  Salzburg, Bishopric, Mathäus Lang von Wellenburg (1469-1519-1540), Cardinal and Prince-Archbishop of Salzburg, Restitutional Cast Copy in Copper of the Medallic Guldiner, 1520, by Hans Schwartz, bust left wearing berret, rev cardinal’s hat over armorial shield, legend ends LEG, 37.5mm, 13.13g (cf Zöttl 200 (201 in tin); cf Dav 8164; cf Probszt 220). Very fine and rare. The obverse has traces of the accession and death dates inked to left and right of the bust. The dies for the original coin were used to strike 8-Ducats and 4-Ducats in gold as well as the Guldiner and ½-Guldiner in silver. £200-300

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Die erste Eisenbahn in Preussen

Juli 12th, 2013 by Peter Macho

Rechenpfennig mit der ersten deutschen EisenbahnDie Dampfwagen der Königlichen Eisengießerei Berlin waren die ersten deutschen Dampflokomotiven.

Nach Beendigung der Napoleonischen Kriege gelangten Berichte über die in englischen Kohlegruben verwendeten Dampflokomotiven nach Preußen. Es bestand Interesse daran, diese neue Technik auch in preußischen Bergwerken einzuführen. Das Brandenburgische Oberbergamt entsandte 1814 zwei seiner Beamten, den Oberbergamts-Assessor C. H. V. Eckardt und den Hütteninspektor der Königlichen Eisengießerei, Johann Friedrich Krigar, nach England, um die dort verwendeten Lokomotiven zu studieren.

Krigar und Eckart kehrten 1815 mit Plänen der Lokomotiven John Blenkinsops nach Berlin zurück. Es handelte sich dabei um Zahnradlokomotiven, da zu jener Zeit noch die Meinung herrschte, dass der Adhäsionsantrieb unzureichend sei. Bei den Lokomotiven vom Blenkinsop-Typ trieb die Dampfmaschine ein seitliches Zahnrad an, das in eine neben der Schiene angebrachte Zahnschiene griff und so für die Vorwärtsbewegung sorgte. Dieses Konzept hielten die Preußen für das erfolgversprechendste.
Im Verlaufe der Jahre 1815 und 1816 entstand unter Krigars Leitung in der Königlichen Eisengießerei eine Lokomotive Read the rest of this entry »

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Professionelle Fälschungen aus China bei EBAY :

Juni 30th, 2013 by Peter Macho

Seit etwa 2 1/2 Jahren werden bei ebay weltweit professionelle Fälschungen europäischer und anderer Sammlermünzen des 17. bis 20. Jahrhunderts angeboten. Die Münzen werden in einer Fabrik in China hergestellt, das mit modernster Technologie arbeitet ( u.a. Schleudergussanlagen aus Österreich, gerade vor wenigen Jahren  geliefert). Die Qualität der Fälschungen ist so gut, dass die Münzen in Mitteleuropa unter Sammlern, in Vereinen und Flohmärkten jederzeit als echt durchgehen würden und nur von Spezialisten erkannt werden.

Unter den bisher angebotenen Fälschungen befanden sich folgende Salzburger Münzen: Turmtalerklippe, Taler von Paris Lodron, Johann Ernst Schrattenbach, Colloredo; RDR: Doppeltaler Leopold1.,…

Vertrieben werden diese Münze von einer Gruppe chinesischer Anbieter bei EBAY, deren Merkmale oft sind: 2 - 300 positive Feedbacks, alle Auktionen kurzfristig ( 3 Tage) und nicht öffentliche Bieterliste und Angebotsliste, sodass man die Struktur des Angebotes im Feedback nicht verfolgen kannund günstige Rufpreise (etwa 50 US Dollar für alte Taler.

Hier einige Beispiele der Fälschungen, die angeboten werden.

Leopold aus China   chinaleopoldrs.jpg  chinaaugsburg.jpg  chinaaugsburgrs.jpg

chinaschrattenbach.jpg  chinaschrattenbachrs.jpg  chinaschweiz.jpg  chinaschweizrs.jpg

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Ein Bayrisch-Salzburger Münzhort aus dem 15. Jhdt. :

Juni 28th, 2013 by Peter Macho

Wappenpfennig SalzburgFür die münzgeschichtliche Forschung ist es wichtig, möglichst viele Münzfunde in Wort und Bild zu erfassen. Da ich das auch als Auftrag an den seriösen Münzhandel sehe, werde ich versuchen (insbesondere Salzburg relevante) Informationen aus dem Internet zusammenzufassen, zu speichern und somit der numismatischen Forschung zugänglich zu machen.

Im Folgenden stelle ich charakteristische Beispiele eines interessanten Münzhort aus Pfennigen der Münzstätten Salzburg, Landshut und München vor.

Die Prägeherren sind (soweit bekannt)

Erzbischof  Johann II. von Reisberg, Salzburg 1429-1441

Erzbischof Friedrich von Emmerberg, Salzburg 1441-1452

Erzbischof Sigismund I. von Volkersdorf Salzburg 1452-1461

Herzog Albrecht III. 1438-1460 von Bayern-München

Heinrich IV der Reiche von 1393-1450, Herzog von Niederbayern

Ernst I und Wilhelm III gemeinsam 1402-1435, Herzöge von Oberbayern - München

Sehen Sie hier Fotos:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.421452681286035.1073741828.141825819248724&type=3&uploaded=105#!/media/set/?set=a.421452681286035.1073741828.141825819248724&type=3

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Salzburger Raritäten: Dickabschlag des Batzen 1518

Juni 27th, 2013 by Peter Macho

Dickabschlag des Batzens 1518Von Erzbischof Leonhard von Keutschachs Batzen existieren wenige Dickabschläge der Jahre 1500 und 1518. Diese Dickabschläge werden in der älteren Literatur (Roll) als Halbguldiner bezeichnet. Die Gewichte (1500 13,56 /13,60 gr., 1518 12,44 gr.) lassen jedoch keine eindeutige Zuordnung zu einem Münznominale zu. Auch die Zeit der Prägung ist zu hinterfragen: Betrachtet man die relativ abgenutzten Stempeln der Dickstücke und ruft man sich die Zwitterprägungen Keutschach und Lang mit Rückseiten Wolf Dietrichs von Raitenau ins Gedächttnis, so stellt sich die Frage, ob die Dickabschläge nicht auch um 1600 geprägt wurden. Der Grund für die Prägungen der Zwitterstücke unter Wolf Dietrich ist bis heute unbekannt, für mich denkbar wären Erinnerungsprägungen zum 100 jährigen (neuem) Münzbetrieb im Jahr 1600, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Münzprägung vor 1500 fast 40 Jahre eingestellt war.

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Antrittszehner 1772 bringt bei SINCONA 1000.- Franken

Mai 31st, 2013 by Peter Macho

Antrittszehner 1772 Hieronymus Graf Colloredo

Eine der seltensten Münzen des Erzbischofs Hieronymus Graf Colloredo, das 10 Kreuzerstück 1772 (ohne ! Signatur M Matzenkopf) wurde in Zürich bei Sincona versteigert.  Das noch im alten Stil der Münzen unter Sigismund Schrattenbach geprägte Stück kam in den letzten 100 Jahren nur 3-4 mal im Handel vor.

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