Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

Medaille 1753 Dombaulegende bei Michal Niemczyk in Warschau versteigert:

Januar 2nd, 2023 by Peter Macho

 

Medaille 1753 Dombaulegende Antykwariat Numizmatyczny - Michal Niemczyk, Warschau, Auktion 35.

 Das Antykwariat Numizmatyczny - Michal Niemczyk in Warschau hat auf seiner  Premium Auction 35 am 17. September 2022 eine der seltensten Salzburger Medaillen versteigert: Die Antrittsmedaille 1753 des Sigismund Schrattenbach mit der Darstellung der Dombaulegende. Die mit 630 Euro gerufene Medaille erzielte 5240 Euro (plus Aufgeld).

Die Dombaulegenden Medaille war in den letzten 90 Jahren nur etwa drei mal im Handel angeboten und zählt zu den bedeutendsten Medaillenraritäten des 18. Jahrhunderts.
Die Vorderseite zeigt die Taufe Herzog Theodos durch Bischof Rupert, die Rückseite die Dombaulegende.

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Neue Literatur aus Tirol:

November 18th, 2021 by Peter Macho

Helmut RizzolliAndrea Pancheri

Bei der Münzbörse in Hall in Tirol  gab es nicht nur einen tollen Abend mit Bildern zur 50 jährigen Geschichte der Tiroler Numismatischen Gesellschaft, Ehrungen verdienter Mitglieder und ein sehr gutes Abendessen, sondern auch zwei Neuerscheinungen zur Tiroler Numismatik:

Prof. Drr Helmut Rizzolli schreibt in altbewährter Art über die Pfennige von Verona, Aquilea, Meran bis Hall, Lienz, Innsbruck und Brixen. Der Geldumlauf von den Alpen bis zum Mittelmeer von 920 - 1519 wird hier beleuchtet.

Andrea Pancheri listet akribisch die Medaillen und Gnadenpfennige der jüngeren Tiroler Linie mit Schwerpunkten von Leopold 5. bis Sigismund Franz und schildert auf 80 Seiten die historischen Hintergründe dieser Prägungen. Ein Salzburg-Bezug findet sich beim 7,5 fachen Dukaten vom Halbtalerstempel der Hochzeit Leopolds mit Claudia von Medici, der übrigens im Mai im Dorotheum in Wien für 105.000.- Euro versteigert wurde. 200 Stück dieser Münze wurden extra für eine Zahlung an den Salzburger Erzbischof Paris Lodron geprägt.

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Das Gold der Erzbischöfe - Münzkabinett Eggenberg, Graz, 29.4.-31.10.2021

Mai 25th, 2021 by Peter Macho

Goldgulden  1512, unediert.

Das Münzkabinett Eggenberg (Universalmuseum Joanneum) in Graz präsentiert in Kooperation mit dem Bankhaus Spängler (Salzburg) eine herausragende Ausstellung Salzburger Dukaten und Goldgulden. Bei den Vorbereitungen der Ausstellung konnten die Kuratoren Erich Erker, Daniel Modl und Karl Peitler einen Goldgulden 1512, der in allen Katalogen von Zeller bis Zöttl unediert ist, in den Beständen des Münzkabinetts Eggenberg entdecken:

In den Standardwerken zur Salzburger Münzprägung der Neuzeit (M. Bernhart - K. Roll, Die Münzen und Medaillen des Erzstiftes Salzburg, 2 Bde., München o. J.; G. Probszt, Die Münzen Salzburgs, Publications de l’Association Internationale des Numismates Professionnels 1, Basel - Graz 1959; H. Zöttl, Salzburg - Münzen und Medaillen 1500-1810, 2 Bde., Salzburg 2008-2009) werden Goldgulden Leonhards von Keutschach aus den Jahren 1500, 1504, 1508, 1509, 1510 und 1513 genannt.

Durch das Exemplar mit der Inv.-Nr. 1655 aus dem Schatz von Scheifling ist die Prägung von Goldgulden unter Leonhard von Keutschach auch für das Jahr 1512 belegt.

Die Vorderseite der Münze, bei der es sich um ein Exemplar des Typs Ringlein nach Zöttl handelt, gleicht abgesehen von der Jahreszahl dem Goldgulden des Jahres 1510 mit der Umschrift LEONARDVS ARCHIEPI SALZ (Bernhart - Roll 55), während die Rückseite mit der Umschrift ? SANCTVSRV - DBC(sic!)RDVS EPS?  eine Variante von Bernhart - Roll 54, einem Goldgulden des Jahres 1510 mit der Umschrift ? SANCTVS? RV - DBERDVS EPS? , darstellt.

Leonhard von Keutschach (1495-1519), Goldgulden 1512, Inv.-Nr. 1655, Universalmuseum Joanneum, Münzkabinett, Foto: UMJ/N. Milatovi .

Zur Ausstellung lesen Sie hier die Aussendung des Universalmuseums:

Das Gold der Erzbischöfe
Salzburger Münzen aus dem Bankhaus Spängler und dem Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum
Münzkabinett, Schloss Eggenberg, Eggenberger Allee 90, 8020 Graz

Dauer: 29.04.-31.10.2021

Kuratiert von Erich Erker (Bankhaus Spängler), Daniel Modl und Karl Peitler (UMJ)

Information: +43-316/8017-9560, www.muenzkabinett.at

Das Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum zeigt in der Schau Das Gold der Erzbischöfe ausgesuchte Salzburger Goldmünzen und ihr prachtvollen Pendants aus der Sammlung des Bankhaus Spängler. Die insgesamt 140 Ausstellungsobjekte sind faszinierende Denkmäler für alle Salzburger Landesherren von Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495- 1519) bis Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1772-1803). Zur Ausstellung Neben den 90 Salzburger Münzen aus der Sammlung des Bankhaus Spängler und den 50 Münzen aus dem Universalmuseum Joanneum zeigt die Schau wertvolle Dokumente aus Archiven, bibliophile Raritäten aus der numismatischen Literatur, Gemälde sowie Münzwaagen und -gewichte, mit denen die Sammlungsgeschichte der Salzburger Goldmünzen des Universalmuseums Joanneum und die Ursprünge der Münzensammlung des Bankhaus Spängler dargestellt werden. Zugleich wird aber auch ein allgemeiner Blick auf die Währungssysteme und Münzkurse im 18. Jahrhundert geworfen.

Münzen als Zeugen der Geschichte

Die Münzen der Salzburger Erzbischöfe widerspiegeln die Geschichte des Landes im Kleinen. Durch Porträts, Wappen und Allegorien künden sie von den Fürsten, unter denen sie geprägt wurden. Eine der bedeutendsten Sammlungen von Goldmünzen und -medaillen der Salzburger Erzbischöfe befindet sich im Besitz des Salzburger Bankhaus Spängler. 90 der schönsten Exemplare daraus werden in der Sonderausstellung im Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum präsentiert. Diese Stücke belegen nicht nur die künstlerische Qualität und die faszinierende Bildersprache der Salzburger Gepräge, sondern auch die traditionsreiche Sammelleidenschaft einer Salzburger Bürgerfamilie. Schwerpunkt auf den großen Goldstücken Während die kleineren Goldmünzen als Zahlungsmittel dienten, wurden die großen mehrfachen Dukaten von den Erzbischöfen als repräsentative Geschenke und Auszeichnungen vergeben. Zum Beispiel notierte Erzbischof Sigismund III. 1767 die Übergabe eines zwölffachen Dukatens an den „klein Motzartl wegen Componirung der Musig zu einem Oratorio”. Seite 2 Symbolhafte Prägungen Erzbischof Leonhard von Keutschach ließ 1513 erstmals ein naturalistisches Porträt auf Salzburger Gold- und Silbermünzen setzen. Auch sein Nachfolger Matthäus Lang von Wellenburg wurde auf Gedenkmünzen als stolzer Renaissancefürst präsentiert. Sein Abbild folgt Bronzegussmedaillen von Hans Schwarz, einem der bedeutendsten deutschen Medailleure der Renaissance. Im Zeitalter des Barock begegnen wir repräsentativen Herrscherdarstellungen mit üppigen Allongeperücken, etwa unter Erzbischof Franz Anton Fürst von Harrach. Allegorien sind symbolische Darstellungen bestimmter Sachverhalte. Zum Beispiel symbolisiert der Turm auf Münzen Erzbischof Wolf Dietrichs von Raitenau (1587-1612) vermutlich dessen Standhaftigkeit. Ein Pferd, das von einer göttlichen Hand geführt wird, steht dagegen für Erzbischof Franz Antons von Harrach (1709-1727) Regierungsgrundsatz „nicht zu locker und nicht zu streng”. Ein weiteres Beispiel für die Sinnbilder auf Salzburger Geprägen ist die Eule. Als Symbol der Weisheit sitzt sie auf der Wissenschaftsmedaille Erzbischof Sigismunds III. (1753-1771).

Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband mit Beiträgen zu den Salzburger Goldmünzen im Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum und in der Sammlung des Bankhaus Spängler sowie einem Katalogteil, in dem die 140 ausgestellten Münzen präsentiert werden. Der Begleitband umfasst 128 Seiten, kostet 9,90 Euro und ist ab sofort im Museumsshop im Schloss Eggenberg erhältlich.

Karl Peitler, Leiter der Abteilung Archäologie & Münzkabinett und Ausstellungskurator, Universalmuseum Joanneum „Münzen sind nicht nur Zahlungsmittel, sondern auch Objekte, mit denen Identitäten konstruiert und illustriert werden. Die Goldmünzen der Salzburger Erzbischöfe bezeugen dies für mehr als 300 Jahre in beeindruckender Weise. Die Salzburger Goldmünzen zeichnen sich auch durch die Ästhetik ihres Gepräges aus. Sie mögen daher nicht nur für Münzbegeisterte, sondern für alle, die sich an schönen Dingen erfreuen wollen, ein willkommener Anlass sein, das Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum zu besuchen.”

KR Heinrich Spängler, Vorsitzender des Familienrates und des Aufsichtsrates des Bankhaus Spängler „Wir freuen uns sehr, die Höhepunkte unserer Sammlung in reizvoller Kombination mit den Salzburger Goldmünzen aus dem Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum im Schloss Eggenberg zeigen zu können. Wir möchten damit unsere Verbundenheit mit der Steiermark unterstreichen. Seit 2017 sind wir in Graz mit einer Filiale vertreten. Damit knüpfen wir an alte Beziehungen an, denn schon mein Vorfahr, der Salzburger Tuch- und Seidenhändler Franz Anton Spängler (1705-1784), hat in Graz eine Niederlassung seines Handelsunternehmens betrieben.”

Erich Erker, Ausstellungskurator, Bankhaus Spängler „Was mich an den Salzburger Münzen der Neuzeit besonders fasziniert, ist der künstlerische Aspekt. An ihrer Gestaltung haben Künstlerpersönlichkeiten wie Georg Raphael Donner mitgewirkt. An den ausgestellten Stücken kann man nicht nur die Stilentwicklung von der Spätgotik bis zum Klassizismus ablesen, sondern auch die Herrschaftssymbolik der Erzbischöfe, die Rückschlüsse auf die Persönlichkeiten der einzelnen Landesfürsten zulässt.

 das-gold-der-erzbischoefe-booklet.pdf

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Salzburger Geld in römischen Zeiten:

Oktober 8th, 2020 by Peter Macho

Denar Julia Mamaea, Juno

Seit der Gründung der Stadt Juvavum unter Augustus (nach der Eroberung des keltischen Königreichs Noricum) war Salzburg ein wichtiger Verkehrs- und Handelsplatz nördlich der Alpen. Im Stadtgebiet gingen in den Jahrhunderten römischer Herrschaft tausende  Münzen verloren, die damals das Geld der Salzburger waren.

Als Beispiel für den römischen Geldumlauf zeige ich einen Denar der Julia Mamaea, Mutter des Alexander Severus, die in Homs in Syrien geboren wurde. Sie regierte von 222 bis 235 mit ihrem Sohn Alexander das römische Reich. 235 wurden die beiden in der Gegend von Köln von ihren Truppen ermordet.

Denare wie dieser könnten in Juvavum umgelaufen sein und im nahen Umkreis der Stadt gefunden werden.

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Einige Wallfahrtsfunde aus dem Salzburger Flachgau:

Oktober 6th, 2020 by Peter Macho

Benediktuspfennig, Mitte 18. Jfdt.

Die Zufallsfunde in Wiesen und Feldern geben ein gutes Bild der in Salzburg geläufigen Heiligenanhänger. Einer der häufigsten Schutzpatrone war der heilige Benedikt,  bedingt auch durch die Verbreitung durch das Kloster St. Peter. Vorliegender Benediktuspfennig ist vermutlich kein Salzburger Fabrikat sondern süddeutscher Import aus der Zeit nach Paul Seel.

Wallfahrtspfennig Maria Zell-Maria Taferl

Diese kleinere 2 Orte Wallfahrtsmedaille aus der Zeit um 1700 zeigt zwei wichtige österreichische Wallfahrten: Maria Zell und Maria Taferl.

Jubiläumsmedaille Stift Nonnberg 1824

In Salzburg hergestellt wurde die Jubiläumsmedaille des Stiftes Nonnberg von 1824. Das Bleistück hat die letzten 200 Jahre nicht recht gut überstanden.

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Eine unbekannte Fleischmarke des 16. Jahrhunderts ?

Oktober 3rd, 2020 by Peter Macho

Fleischmarke Salzburg ? unediert  Bild: Aurea, Prag

Bei der letzten Auktion Aurea in Prag  wurde diese Fleischmarke mit einem Durchmesser von 17 mm versteigert. Sie wurde vom Auktionshaus dem Erzbistum Salzburg zugewiesen.

Eine Marke mit dieser Darstellung ist bisher in der Salzburger Literatur unbekannt. Die Darstellung des Rindes weist Ähnlichkeit mit den Marken Wolf Dietrichs auf, der strichlierte Umkreis findet sich z.B. bei der Rauriser Fleischmarke Zöttl 3516. Die Einfassung des Rindes und des “S” und des Rindes sind in dieser Art bei Salzburger Geprägen nicht bekannt.

Das S könnte für Salzburg stehen und würde auf eine ältere Prägung (vor Wolf Dietrich) hindeuten. Die erste bekannte Marke Zöttl 3511 mit dem Geweih und dem Kuenburg Wappen weist etwa die selbe Grösse (16 mm) und den selben strichlierten Umkreis auf.

THESE: Diese Marke Zöttl 3511 ist (warum?) Michael Kuenburg zugeordnet. Ich würde sie Georg Kuenburg zuordnen, mit dieser Marke in Zusammenhang bringen und damit das  27 jährige Loch zwischen der ersten Marke und der regulären Serienprägung unter Wollf Dietrich schliessen.

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Zum Geldumlauf im Salzburger Rupertiwinkel:

September 8th, 2020 by Peter Macho

 Im Salzburger Rupertiwinkel zwischen Reichenhall und Laufen werden immer wieder einzelne verstreute Münzen gefunden, die den Geldreichtum der  Städte an den internationalen Handelsplätzen entlang der Salzach widerspiegeln:

 15 Kreuzer 1665 KB Kremnitz     Sechsteltaler 1679 Brandenburg

Aus der Zeit Max Gandolph Graf Kuenburgs stammen 2 Stücke, die weit gereist sind: ein 15 Kreuzer 1665 aus Kremnitz in der Slowakei und ein Sechsteltaler des Markgrafen Johann Friedrich von Brandenburg.

Halbkreuzer 1624 Graz

Vier Jahre vor dem großen Domweihfest in Salzburg wurde dieser Halbkreuzer in Graz unter Ferdinand dem Zweiten geprägt.  Er wurde wohl bald nach der Prägung im Salzburgischen verloren.

Zweier 1572 Kuen Belasi

Ein Salzburger Halbkreuzer (2 Pfennig) entführt ins Jahr 1572: Im Frühling dieses Jahres wurde die Stadt von einem fürchterlichen Hochwasser schwer geschädigt, nachdem im Vorjahr (1571) die Bevölkerung von der Pest heimgesucht wurde.

Jede kleine Münze hat ihre Geschichte zu erzählen, bitte meldet Kleinfunde in Museen zur Erfassung !

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SALZBURGER Jahrhundertauktion bei Frühwald, Salzburg 5.9.2020

Juli 29th, 2020 by Peter Macho

Das Auktionshaus Dr. Winfried Frühwald veranstaltet am 5. September die bedeutendste Auktion Salzburger Münzen in diesem Jahrtausend.

Seit der Salzburger Goldauktion des Schweizer Bankvereines 1996 wurde keine so umfangreiche Sammlung Salzburger (Gold-) münzen angeboten. Unter den über 1000 angebotenen Münzen finden sich 220 Eindukatenstücke aller Erzbischöfe, 98 Stück Mehrfachdukaten, nahezu alle Talerjahrgänge, seltene Talerklippen und Klippenteilstücke und viele Lots Kleinmünzen.

Herausragende Stücke sind:

Löwentaler, Auktionen Frühwald

Löwentaler 1790 (Ruf 50.000.-)

Taler 1586, Auktionen Frühwald

Taler 1586 Georg Kuenburg (Ruf 8.000.-)

3 Dukat Tapferkeitsmedaille 1799

Tapferkeitsmedaille 1799 (Ruf 50.000.-)

12 Dukat 1727

12 Dukat 1727 Regierungsantritt (Ruf 35.000.-)

Medaille 1747 Regierungsantritt

Medaille 1747 zum Regierungsantritt (Ruf 2.500.-)

Medaille 1803 Kurfürst Ferdinand

Medaille 1803 (Ruf 1.800.-)

3 Dukaten Schützenpreis 1816

3 Dukaten Schützenpreis 1816 (Ruf 6.000.-)

Neben diesen Raritäten finden sich hunderte Silbermünzen in sehr guter Erhaltung und zu günstigen Rufpreisen, darunter viele Seltenheiten bereits ab 100 Euro Rufpreis.

Das komplette Angebot finden Sie hier:  https://www.auktionen-fruehwald.com

GERNE ÜBERNEHME ICH IHRE BERATUNG UND VERTRETUNG AUF DER AUKTION, bitte kontaktieren Sie mich im Geschäft.

Mag. Peter Macho   macho@muenzversand.at 

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Eine “Salzburger” Wallfahrtsmedaille von Maria Zell ?

Juli 29th, 2020 by Peter Macho

Medaille Maria Zell, unfertiges Werkstück

Aus einer Sammlung wurde mir ein interessantes Stück gezeigt, das angeblich (nicht genau nachvolllziehbar) im Bereich des Salzburger Flachgaus / Oberösterreich gefunden wurde.

Die Medaille findet sich hier in derr Datenbank www.wallfahrtsmedaillen.at :

Quelle:Wallfahrtsmedaillen.at

Unser vorliegendes nicht ausgestanztes Werkstück dieser Mariazeller Medaille wurde offensichtlich zeitgenössisch als Stallsegen verwendet.

Der Ort der Herstellung dieser Medaille ist nicht bekannt, da sie, wie die meisten mittelgrossen Wallfahrtsmedaillen nicht signiert ist.

Um eine derartige Medaille einer Salzburger Werkstatt zuzuordnen, muss man mehrere Kriterien beobachten:

- das vermehrte lokale  Vorkommen in Funden.

- detto vermehrtes Vorkommen in lokalen alten Sammlungen, Nachlässen, Museen und Heimatmuseen.

- zeitgenössische Quellenlage über Lieferungen

- Motiv- und Stilanalogien mit signierten Salzburger Medaillen.

Wenn am Ende mehrere dieser Faktoren zusammenpassen kommt noch ein bisschen Bauchgefühl dazu,und in diesem Sinne würde ich diese Medaille als Produkt der Werkstätte Messenlechner in Salzburg zur Diskussion stellen.

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Fehlgeprägte Kreuzer des Guidobald und Johann Ernst von Thun Hohenstein :

April 4th, 2020 by Peter Macho

FEHLPRÄGUNG Kreuzer 1660 Salzburg

Bei vorliegendem Kreuzer 1660 ist die Jahreszahl an der falschen Stelle (bei 1 Uhr statt 10 Uhr). Abgesehen von den Probekreuzern 1623 ist dies der einzige mir bekannte Kreuzer mit falscher Jahreszahlstellung.

Die Fehlprägungen der Kreuzer 1704 und 1705 des Johann Ernst Thun sind schon länger bekannt, bei diesen ist das Salzburg Wappen in der Mitte falsch eingepunzt und steht daher auf 9 oder 6 Uhr.Diese wurden im Handel öfter falsch beschrieben (wie der obige Guidobald: Jz.bei 1 Uhr), tatsächlich ist bei den Johann Ernst Kreuzern das Salzburg Wappen um90 bzw 180 Grad falsch eingesetzt worden. Man erkennt dies, wenn man die Familienwappenseite  auf 12 Uhr fixiert und dann die Münze wendet.

FEHLPRÄGUNG Kreuzer 1704 Salzburg       FEHLPRÄGUNG Kreuzer 1705 Salzburg

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