Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

Taler 1803 Colloredo bei Rauch Auktion 89, 5.12.2011

November 25th, 2011 by Peter Macho

Hieronymus Colloredo, Taler 1803Das Auktionshaus Rauch in Wien hat bei seiner Dezemberauktion ein sehenswertes Angebot von 88 Salzburger Münzen, unter denen der Taler 1803 des Erzbischofs Hieronymus Graf Colloredo hervorsticht. Der Taler 1803 zählt zu den seltensten Salzburger Münzen. Am 11. Februar 1803 endete die Selbständigkeit des Erzstifts Salzburg und Kurfürst Ferdinand von der Toscana übernahm die Regierung. Die Taler Colloredos wurden nicht mehr ausgegeben und nur wenige Exemplare gelangten in den Geldumlauf.

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44 Salzburger Münzen bei Emporium Hamburg, 17.,18.11.2011

November 11th, 2011 by Peter Macho

Auswurfmünze Sechsteltaler 1699 SalzburgBei der Auktion von Emporium Hamburg findet man 44 Salzburger Münzen, darunter den Sechsteltaler 1699 auf die Hochzeit Wilhelmine Amalia von Braunschweig Lüneburg mit dem römisch deutschem König (Kronprinz) Josef 1. Diese Münzen wurden anlässlich des Aufenthalts des königlichen Hochzeitspaares während der Reise der Braut von Braunschweig nach Wien geprägt. In Salzburg wurde ein mehrtägiges Fest gefeiert, in dessen Verlauf die Auswurfmünzen aus der Residenz auf den Marktplatz geworfen wurden, auf dass sich der Adel am raufenden Volk belustigen konnte.

Sehen Sie hier bei SIXBID:

http://www.sixbid.com/nav.php?search=salzburg&p=viewsale&sid=485&s=b

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Besuch der Salzburger Numismatischen Gesellschaft im Hamburg Museum für Stadtgeschichte:

Oktober 27th, 2011 by Peter Macho

Nachbau der HandelskoggeDas Hamburgmuseum am Holstenwall besitzt neben der grössten Sammlung Hamburger Münzen in seinem Bestand auch einige seltene Salzburger Münzen. Am 22. Oktober besuchten einige Mitglieder der SNG unter der Leitung von Ulrich Höllhuber das Museum und wurden von Dr. Ralf Wiechmann, Archäologe und Fachmann für Mittelalter und Numismatik durch das Museum und das Münzkabinett geführt. Nach einem faszinierenden Überblick über die Hamburger Geschichte von der Gründungsphase der Stadt durch die christlichen Missionare bis zum grossen Stadtbrand von 1842 öffnete Dr. Wiechmann die Türen ins Münzkabinett. Hervor kamen 2 Tabletts mit etwa 100 Salzburger Münzen und einige Raritäten: Das hervorragende Stück ist der halbe Guldiner 1539 des Matheus Lang von Wellenburg in musealer Erhaltung. Von dieser Münze existieren weltweit eher 5 als 10 Exemplare. Ein zweites Highlight ist der Salzburger Denar Erzbischof Hartwigs mit dem Kopf König Heinrich 2. nach rechts. Von dieser seltenen Münze in Besterhaltung befindet sich ein Stück im Kabinett, ein weiteres in der Schaustellung. Dort befindet sich auch der sehr seltene Antrittstaler 1587 des Erzbischofes Wolf Dietrich von Raitenau.

Herrn Dr. Wiechmann sei nochmals der Dank der Exkursionsmitglieder für den freundlichen Empfang, die tolle Führung und den Zugang zum Münzkabinett ausgesprochen !

Denar des Erzbischof Hartwig mit König Heinrich 2. CNA A10c, Hamburg Museum Denar des Erzbischof Hartwig mit König Heinrich 2. CNA A10c, Vs., Hamburg Museum Halbguldiner 1539, Hamburg Museum Halbguldiner 1539, Hamburg Museum

Hier gehts direkt zur Münzausstellung im Hamburg Museum:

http://www.hamburgmuseum.de/d/htm_d/1og-kontor.html

Weitere Bilder aus dem Hamburg Museum finden Sie auf meiner Facebook Seite:

 http://www.facebook.com/media/set/?set=a.150396495058323.29897.141825819248724&type=1

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Pfennig 1505, Zweier 1518 und Prägung in Friesach - eine Richtigstellung

Oktober 25th, 2011 by Peter Macho

Zweierklippe 1556; NP 19.Jhdt.Pfennig 1505, Nachprägung, ca. Anfang 19. Jahrhundert.

Bei der Auktion 95 von Dr. Frühwald findet sich wieder der Salzburger Pfennig 1505 mit folgender Beschreibung: “Salzburg Erzbistum Leonhard von Keutschach 1495-1519 Pfennig 1505, vermutlich Friesach, CU, HZ 120″. Der abgebildete Pfennig gehört weder nach Friesach, noch ins Jahr 1505. Die Zuordnung nach Friesach erfolgte in einer Abhandlung aus dem Jahr 1996. Der Irrtum resultierte aus der (schriftlich überlieferten) Tatsache, dass es 1505/06 zu einer Pfennigprägung in Friesach kam. Mittlerweile weiss man, dass nur die silbernen Stücke Originalprägungen aus Friesach sind und fast alle Auktionsvorkommen spätere Nachprägungen.

Der Pfennig 1505, der (fast) rund und (fast) klippenförmig auftritt, stammt aus einer Serie von drei Nachprägungen, die stilistisch und nach der Machart an den Beginn des 19. Jahrhunderts zu datieren sind: Pfennig und Pfennigklippe 1505, Zweier und Zweierklippe 1518 und Zweier und Zweierklippe 1556. Leider wurden alle diese “Münzen” in Helmut Zöttls Standardwerk zum Salzburger Münzwesen den jeweiligen Erzbischöfen bzw. Friesach zugeordnet, sodass es auf Auktionen auch zu falscher Zuordnung kommt.

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205 Salzburger Münzen bei Frühwald, Auktion 95, 11.11.2011

Oktober 25th, 2011 by Peter Macho

Wolf Dietrich, Halbe OrtstalerklippeDr. Winfried Frühwald bringt in seiner 95. Auktion uber 200 Salzburger Münzen und Medaillen vom 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Im breiten Angebot von Kleinmünzen, Talern und Dukaten finden sich auch einige seltene Stücke. Beispielweise seien unter den Talerteilstücken die Achteltalerklippe 1610, die halbe Ortstalerklippe und der runde halbe Ortstaler des Wolf Dietrich von Raitenau genannt. Unter den Medaillen fällt die Goldklippe 1902, gewidmet von der Sektion Fischerei der K.K. Landwirtschaft Gesellschaft Salzburg (an Originalhenkel, 39,05g) auf. Dieses Stück ist bei Macho, Die Medaillen Salzburgs 1803 - 1945, unediert.

Einen Überblick der Salzburger Münzen erhalten Sie hier bei SIXBID:

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Besuch der Numism.Ges. Krems-Wachau in der Münzausstellung in Salzburg, Wals, Museum Bachschmiede

September 18th, 2011 by Peter Macho

Salzburg Museum - Ars Sacra - MünzfundeAm 11. 9. 2011 besuchte die Numismatische Gesellschaft Krems-Wachau unter der Leitung Obmann Otto Ruske`s die Salzburger Numismatische Gesellschaft. Am Programm stand der Besuch der Ausstellung “Vom Römischen Denar zum Euro - Geld in Salzburg und Bayern” im Museum  http://www.diebachschmiede.at/ in Salzburg - Wals und anschliessend der Mittelalterausstellung “Ars Sacra” im http://www.salzburgmuseum.at/ . Durch beide Ausstellungen führte der Kustos für Numismatik am Salzburg Museum, Christoph Mayrhofer. Die Salzburger Numismatische Gesellschaft freute sich, unter den 18 Gästen aus Niederösterreich auch Prof. Hubert Emmerig vom Institut für Numismatik der Uni Wien begrüssen zu dürfen. Der Ausflug der Niederösterreicher endete nach den Ausstellungen mit einer Verkostung der berühmten “Salzburger Nockerl” in der Goldenen Ente.

Achtung: Die sehenswerte Ausstellung in der Bachschmiede läuft nur noch 14 TAGE  bis 1. Oktober 2011 !!!!!

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Georg von Kuenburg - Talerklippe 1586 bei Gorny.

September 18th, 2011 by Peter Macho

Georg Kuenburg, Talerklippe 1586Talerklippe 1586 mit Rupert und Virgil in gotischer Darstellung.

Eine der seltensten Salzburger Münzen, die Talerklippe 1586 (Schaumünze zum Regierungsantritt) des Erzbischofs Georg von Kuenburg, der nach nur 8 Monaten Regierung verstarb, wird am 10. Oktober bei Gorny in München versteigert. Die Klippe, die zu den hervorragenden Salzburger Raritäten zählt, wird bei Gorny folgendermassen beschrieben: “Nr.: 5114, Georg von Küenburg, 1586-1587. Talerklippe 1586. 28.80 g. Wappen mit Legatenhut und Kreuz, Krummstab. / Die Heiligen Rudbert und Virgilius mit ihren Attributen einander zugewandt sitzend. 41×41 mm, 28,8 g. BR. 1509a. Probszt 691. Dav. 8178 Anm. . Diese Talerklippe, während der nur achtmonatigen Amtszeit von Erzbischof Georg geprägt, befindet sich bereits seit 1797 im Besitz der Familie des Einlieferers. Zustand: RRR! Schöne dunkle Patina, kleiner SF, gutes vz. . Schätzung : € 2.000,00″.

Zu den Salzburger Münzen bei Gorny:

http://www.gmcoinart.de/index.php?area=auctions&content=inhalt&AuID=136&KaID=59087&moveto=59087

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11. Wachauer Münzbörse mit Vortrag Prof. Wolfgang Hahn:

Mai 4th, 2011 by Peter Macho

Prof. Wolfgang Hahn und Obmann Otto RuskeAm 29. und 30. April 2011 fand die 11. Wachauer Münzen-und Briefmarkenbörse in Spitz/Donau statt. Am Vorabend der Börse hielt Univ. Prof. Dr. Wolfgang Hahn (Universität Wien) im stilvollen Renaissance-Schloss Spitz einen Vortrag zum Thema “Das österreichische Münzwesen und Münzunwesen im Zeitalter des 30jährigen Krieges”. Im Anschluss an den informativen Vortrag, der die Tätigkeit der Münzstätte St. Pölten, die Ortswechsel der Stempelschneider und die Probleme der Kipperzeit beinhaltete, lud die Wachauer Numismatische Gesellschaft zur Weinverkostung.

Am Samstag fand im Festsaal des Gasthofs “Goldenes Schiff ” die gut besuchte Münzbörse statt. Wir gratulieren Obmann Otto Ruske zur hervorragenden Organisation dieses Wochenendes !

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Auktion 11 Meister/Sonntag: Der Münzfund von Kempten

April 15th, 2011 by Peter Macho

Dukat 1519 aus dem Fund von KemptenAuf der 11. Auktion von Meister und Sonntag am 26./27. Mai 2011 wird ein interessanter Münzfund aus dem erstem Drittel des 16. Jahrhunderts angeboten. Eines der herausragenden Stücke ist ein prägefrischer Dukat 1519 des Erzbischofs Leonard von Keutschach.Der Fund zeigt deutlich die Bedeutung der Salzburger Münzen im Geldumlauf der beginnenden Neuzeit.

 Der Fund von Kempten - Haus Habsburg
Der bei Meister und Sonntag angebotene Fund von Batzen, Halbbatzen, Groschen und Schillingen aus der ersten Hälfte des 16. Jhd. ist komplett erhalten und wurde schon Mitte der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts in der Nähe von Kempten im Allgäu Read the rest of this entry »

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Verleihung des AINP Buchpreises an Dr. Helmut Zöttl

April 2nd, 2011 by Peter Macho

Buchpreis der AINP 2010 für Dr. Helmut ZöttlAm 1. April 2011 fand in Salzburg die Verleihung des Buchpreises 2010 der AINP statt. Dr. Helmut Zöttl erhielt den Preis für sein zweibändiges Werk: Salzburg - Münzen und Medaillen 1500-1810. Im historischem Rahmen der ehemaligen Bibliothek des Erzbischofs Max Gandolph Graf Kuenburg trafen sich etwa 100 Sammler und Händler.

Nach einem einführenden Vortrag des Verlegers, Auktionator Dr. Winfried Frühwald, der einen Überblick über die Salzburger Münzliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts bot, würdigte Mathias Paoletti, Vorsitzender des “Comite´des Publikations” der AINP das Werk Dr. Zöttls und überreichte den Preis. Anschliessend führte uns Dr. Zöttl in seinem Vortrag in Wort und Bild durch die seltensten Gepräge der Salzburger Erzbischöfe. Die gelungene Veranstaltung endete mit einem ausgezeichnetem Buffet und bekrönte die jahrzehntelangen numismatischen Arbeiten Dr. Zöttls hochverdient.

Informationen zur AINP finden sie auf: http://www.iapn-coins.org/

 Mitglieder der SNG und Kustos Mayrhofer aus Leogang      Die Max Gandolph Bibliothek

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