Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

Erster Bombenangriff auf Salzburg heute vor 70 Jahren

Oktober 16th, 2014 by Peter Macho

Am 16. Oktober 1944 erreichte der 2. Weltkrieg die Stadt Salzburg.

“Vor dem 16. Oktober 1944  gab es zahlreiche Luftalarme in der Stadt, denen keine Angriffe folgten. Die meisten Salzburgerinnen und Salzburger hofften, dass die Stadt Mozarts und der Festspiele verschont bleiben würden. Außerdem verbreitete sich das Gerücht, Winston Churchill sei im Salzburger Sanatorium Wehrle zu seiner vollsten Zufriedenheit behandelt worden und habe deswegen Luftangriffe auf Salzburg untersagt.
Am 16. Oktober 1944 fielen die ersten Bomben auf die Stadt. Aber nur ein Teil der Bevölkerung hatte in den Luftschutzeinrichtungen und Kellern Schutz gesucht, denn bis dahin war ohnehin „nie etwas passiert”.  Daher forderte der erste Bombenangriff mit 245 Toten die meisten Opfer der insgesamt 15 Luftangriffe. Unzählige Verletzte mussten von Rettungs- und Aufräumungstrupps aus den Trümmern geborgen werden. Die Stadt bot ein schockierendes Bild der Verwüstung. Zerstört bzw. stark beschädigt wurden unter anderem die Domkuppel, das Kaiviertel (zahlreiche Häuser der Kaigasse), das Bürgerspital und die Bürgerspitalskirche St. Blasius, das Salzburger Museum Carolino Augusteum, Mozart Wohnhaus am Makartplatz und das Gebiet um den auptbahnhof.  146 Gebäude wurden total zerstört, 73 schwer, 90 mittelschwer und 210 leicht beschädigt. 2.362 Menschen verloren ihre Wohnungen, 129 Menschen konnten lebend ausgegraben werden. ” QUELLE: http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Bomben_auf_Salzburg

Im folgenden sind Fotos aus dem Erinnerungsalbum von Ignaz Spitzauer (dem letzten Lokführer auf der Gaisbergbahn bis 1929 und danach Schulwart in der Realschule)  gezeigt. Das Album legte Ignaz Spitzauer in den 1960/70er Jahren an.

Aus numismatischer Sicht verursachten die Bombenangriffe den Verlust der Münzsammlung des Salzburg Museums, da diese (zum Schutz vor Bomben) in das Salzbergwerk nach Hallein verlagert wurde und dort kurz nach Kriegsende von den amerikanischen Besatzern nach Amerika verschleppt wurde. (vgl.: Peter F. Kramml: Die Münzsammlung des Salzburger Museums, in: Mayrhofer/Rohrer, 1000 Jahre Salzburger Münzrecht, Salzburg 1996, S. 271-278)

 Spitzauer Album 1

 Spitzauer Album 2

 Spitzauer Album 3

 Spitzauer Album 4

Spitzauer Album 5

 Spitzauer Album 7

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