Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

Bedeutende Salzburg Sammlung am 21.5. bei Auktionen Dr. Frühwald:

Mai 17th, 2016 by Peter Macho

 Achteltaler 1609, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten  Achteltaler 1616, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten  Achteltaler 1623, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten

Unedierte 18 Kreuzer Fleischmarke, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten  Sechser 1540, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten  Vierteltaler 1563, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten

Vierteltalerklippe 1567, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten  Zehner 1584, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten  Zehner 1591, Dr. Frühwald,Auktion 120 - höchstselten

Das Auktionshaus Dr. Winfried Frühwald versteigert am 21. Mai einen der bedeutendsten Salzburg-Bestände in Privatbesitz der letzten 10 Jahre. Die Sammlung, die in den letzten 20 Jahren von einem Bayerischen Sammler angelegt wurde besticht vor allem durch grosse Serien von überaus seltenen Kleinmünzennominalen. Derartig umfassende Serien der extrem seltenen Zehner und Achteltaler des 16. Jahrhunderts wurden seit Jahren nicht angeboten. Viele dieser Münzen existieren nur in wenigen Exemplaren weltweit und sind das Ergebnis langer intensiver Sammeltätigkeit.

Der komplette Salzburg Teil der Auktion beinhaltet 671 Positionen, darunter viele äußerst billig ausgerufene Lots. Sehen Sie hier bei Frühwald:

https://auktionen-fruehwald.auex.de/Auktion/Onlinekatalog

Bilder: Auktionen Dr. Frühwald.

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Programm: „ Numismatische Tage“ 2016 in Spitz/Donau

Mai 2nd, 2016 by Peter Macho

Spitz an der Donau

Vortragsabend im Renaissance-Schloss Spitz, Schlossgasse 3, Freitag, 06. Mai 2016, 19.30 Uhr

Univ.-Prof. Dr. Reinhard Wolters M. A. (Universität Wien) spricht zum Thema:
“Maximinus Thrax und die Schlacht am Harzhorn - Numismatische Perspektiven”
(Um Anmeldung wird gebeten)

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16. Wachauer Münzenbörse in Spitz/Donau
(mit Postkarten, Geldscheinen und Briefmarken
)

Gasthof “Goldenes Schiff”, Mittergasse 5,

Samstag, 07. Mai 2016, 9-15 Uhr, Eintritt Frei

Neben Angeboten für Münzen-und Briefmarkensammler wird es auch interessante Stücke für Liebhaber von historischen Wertpapieren, Ansichtskarten, Notgeld, antikem Schmuck, Orden und historischen Stichen geben.

Das Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien ist mit einem Informationsstand präsent und stellt neueste Forschungsergebnisse vor.
Die Münzexperten des Wiener Dorotheums beraten Sie gerne und zeigen die numismatischen Höhepunkte der kommenden Frühjahrsauktion.
Besucher erhalten im Schifffahrtsmuseum Spitz/D am Veranstaltungstag (07. Mai 2016) gegen Vorweis des Folders „16. Wachauer Münzenbörse“ ermäßigten Eintritt.
Die Folder erhalten Sie in den Filialen der Kremser Bank oder bei der NÖ-Numismatischen Gesellschaft. Wir senden Ihnen gerne ein Exemplar zu.
Eine große VERLOSUNG mit wertvollen und attraktiven Preisen erwartet unsere Besucher!

Wir freuen uns, Sie in Spitz/D begrüßen zu dürfen. Eine Fülle an Sehenswürdigkeiten erwartet Sie.

Ein Ausflug in die Wachau lohnt sich immer!

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130 seltene Salzburger Münzen bei Rauchs 100. und 101. Auktion in Wien:

April 3rd, 2016 by Peter Macho

Bild: Rauch Auktion 101: Pfennig des Pilgrim von Puchheim

Das Auktionshaus Rauch in Wien bietet in seiner 100. und 101. Auktion von 18. - 20. April in Wien eine Sammlung von 130 Salzburger Münzen an, die eine Serie von Seltenheiten beinhaltet. Neben den auffälligen Raritäten in Gold und Großsilber findet man bereits bei den Mittelalterpfennigen den sehr seltenen Wappenpfennig Pilgrim von Puchheims, in der Neuzeit den Sechser 1536 von Matheus Lang, ein Heller 1542, Vierteltaler 1565, Pfennig 1564, Heller 1614, Groschen 1653, Kreuzer 1709 und 1711 und Halbbatzen 1745.  Diese Münzen (und einige mehr auf der Auktion) zählen zu den seltensten Salzburger Kleinmünzen!

 Bild: Rauch Auktion 101: 6 Kreuzer 1536   Bild: Rauch Auktion 100: Goldgulden Ernst von Bayern   Bild: Rauch Auktion 101: Heller 1614

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Unedierter Doppelguldiner 1555 bei Auktion Busso Peus, 27.4.2016:

April 3rd, 2016 by Peter Macho

Michael von Kuenburg, Dicker Doppelguldiner 1555, Busso Peus, Auktion 27.4.2016

Eine bedeutende Rarität bietet das Auktionshaus Busso Peus in Frankfurt an: Einen dicken Doppelguldiner des Erzbischofs Michael von Kuenburg. Wenn man von den Schaumünzen des Matheus Lang und Herzog Ernsts absieht, waren die ersten Dickdoppelguldiner (also Prägungen vom regulären Talerstempel) in Salzburg erst unter seinem Nachfolger Johann Jakob Kuen Belasi etwa 10 Jahre später bekannt.

Peus:  Salzburg, Erzbistum, Michael von Küenburg, 1554-1560 Dicker Doppelguldiner 1555. 2 Wappen / Thronender St. Rupert. Dav. - Probszt - Zöttl - 57.05 g.; Unediert Sehr schön Leichte Bearbeitungsspuren am Rand. Ruf: 12.000.- Euro

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Medaillen und Plaketten auf Herbert von Karajan:

März 23rd, 2016 by Peter Macho

Herbert von Karajan (1908-1989), einer der besten Dirigenten der Welt wurde noch zu Lebzeiten mehrfach auf Medaillen und Plaketten verewigt. 1967 gründete er die Osterfestspiele und so möchte ich Ostern 2016 zum Anlass nehmen, einen kleinen (nicht vollständigen) Überblick über Medaillen und Plaketten auf den Maestro zu geben:

 

Karajan Plakette

Bronzemedaille von Sztuka, 130 mm.

Karajan Plakette

Bronzeplakette von Sztuka, 200 mal 105 mm.

Karajan Plakette

Bronzeplakette, 105 mal 90 mm.

Karajan Plakette

Bronzeplakette, 160 mal 100 mm.

Karajan Medaille

Bronzemedaille von Bucci, 70 mm.

Karajan Medaille

Bronzemedaille 72 mm

Karajan Medaille von Sztuka

Bronzemedaille von Sztuka, 130 mm.

Karajan (Bild: MA shop Münzhandlung Kohlross)

Silbermedaille

Karajan (Bild: WAG Westfälische Auktionsgesellschaft Aukt. 67, 2013)

Silbermedaille

Karajan Silbermedaille

Silbermedaille

 

 

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SNG, Vortrag: “Das war unser Schilling (1925-2001)”, 16.3.2016, 19:00 Uhr, Gasthof Krimplstätter

März 15th, 2016 by Peter Macho

Groschen 1931  50 Groschen 1935  Schilling 1952

 

Am 16. März 2016 hält Anton Schwarz vom Oberösterreichischen Münzensammlerverein Wels einen Vortrag zum Thema: „Das war unser Schilling (1925–2001)“.
Der Vortrag finden im Gasthof Krimpelstätter (Müllner Hauptstraße 31, 5020 Salzburg, 1. Stock) statt. Beginn ist  19:00 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen, um Anmeldung unter sng@salzburger-geschichte.at wird gebeten.

BESUCHT DEN VORTRAG DER SALZBURGER NUMISMATISCHEN GESELLSCHAFT, ES IST DER LETZTE VORTRAG VOR DEM SOMMER !  (im April findet die jährliche Reise der SNG statt, dann finden zwischen Mai und September  informelle Treffen statt, deren Termine noch bekannt gegeben werden ! )

Im Oktober wird die Vortragsserie mit dem Vortrag von Mag. Erker über das Wörgler Notgeld in der Weltwirtschaftskrise fortgesetzt !

 

 

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Münzhandel Macho: Besucht mich auf der NUMISMATA in München, 5., 6.März !

März 2nd, 2016 by Peter Macho

 

Numismata München

 

Die NUMISMATA ist ein großes numismatisches Ereignis, das Aussteller und Besucher aus der ganzen Welt zusammenbringt. Die Teilnahme zahlreicher renommierter Firmen, Auktionshäuser und Prägestätten aus unterschiedlichen Ländern ermöglicht den Besucher, an zwei Messetagen von der enormen Auswahl an numismatischem Material zu profitieren und zu Messepreisen einzukaufen, lange gesuchte Stücke zu finden, die eigene Sammlung zu vervollständigen  oder sogar Stücke aus eigener Sammlung an die Aussteller zu verkaufen.

 

 

DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK

 

Wann:

 

am Samstag, den 5. März 2016 von 9:30 bis 17:30 Uhr

am Sonntag, den 6. März 2016 von 9:30 bis 15:00 Uhr

 

 

Wo:

 

Hallen 2 und 3, MOC,  Lilienthalallee 40, 80939 München/Deutschland

 

 

Preise und Tickets:

 

8,-€ pro Tag

6,-€ für Gruppen ab 10 Personen und Münzvereinsmitglieder Read the rest of this entry »

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Salzburg bei Künker, Auktion 274, 15.3.2016:

Februar 29th, 2016 by Peter Macho

Guldiner 1538, Künker Auktion 274

Das Auktionshaus Künker bietet auf seiner 274. Auktion in Osnabrück wieder ein schönes Sortiment Salzburger Münzen an: Bei den 12 Losen Silber- und 8 Losen Goldmünzen von hoher Qualität sticht vor allen eine Rarität ins Auge: Los2860, der Guldiner 1538 des Matheus Lang. Künker schreibt dazu:

SALZBURG, ERZBISTUM, Matthäus Lang von Wellenburg, 1519-1540. Guldiner 1538. Dav. 8162; Zöttl 207. Von großer Seltenheit. Wohl nur 4 Exemplare bekannt. Sehr schön. Exemplar der Münzen und Medaillen AG Basel, Auktion 50, 1975, Nr. 182; der Auktion Hess-Divo 267, Zürich 1996, Nr. 930; der Auktion Fritz Rudolf Künker 64, Osnabrück 2001, Nr. 3748;

Tatsächlich sind die normalen Guldiner des Matheus Lang wesentlich seltener als die Porträt(schau)guldiner. Der Jahrgang 1538 zählt zu den seltensten Salzburger Talermünzen, zum Vergleich : vom berühmten Rübentaler 1504 existieren etwa 12 Stück.

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Quellen zum Vortrag: “Das Ende des Erzstifts - Geldumlauf und Geldwert”, gehalten bei der SNG, Salzburg 17.2.2016

Februar 22nd, 2016 by Peter Macho

Am 17. Februar durfte ich bei der Salzburger Numismatischen Gesellschaft vor über 20 interessierten Numismatikern und Historikern einen Vortrag halten. Grundlage für den Vortrag waren folgende Werke zum Geldumlauf und Geldwert in Salzburg:

Salzburger Intelligenzblatt, Salzburg 1798

Das “Salzburger Intelligenzblatt” ist seit 1784 wöchentlich erschienen und wurde später in “Königlich Baierisches Salzach=Kreis=Blatt” und danach in “Kaiserlich Königlich Oesterreichisches Amts= und Intelligenz=Blatt” umbenannt. In diesen Zeitungen finden sich immer wieder Edikte zum Geldwert ausländischer Münzsorten, Nachrichten über neu aufgetauchte Falschmünzen und unzählige Beispiele von Löhnen und Warenpreisen, die es ermöglichen den Geldwert der kursierenden Münzen einzuordnen.

 

Beyträge zur Geschichte… Salzburg 1801

In “Judas Taddäus Zauner, Beyträge zur Geschichte des Aufenthaltes der Franzosen im Salzburgischen und in den angränzenden Gegende., Salzburg 1801 ff.” finden sich detaillierte Aufstellungen der volkswirtschaftlichen Kosten (Verluste) durch den Krieg, aber auch viele Einzelschicksale und deren Verluste.

 

Reise.. nach Salzburg.. . Im  Herbste 1807. Prag 1809

Die “Reise von Böhmisch= Krumau durch das Oberennsische Salzkammergut nach Salzburg und Berchtesgaden. Im Herbste 1807. Von Dr. J. Eduard Mader., Prag 1809.” schildert auf mehreren Seiten die Nichtakzeptanz der Österreichischen Banknoten und Kupfermünzen im Erzstift, die hohen Preise und die Situation der Bevölkerung.

Neueste Länder= und Völkerkunde.. Bayern.., Prag 1813

Neueste Länder und Völkerkunde.Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. 13. Band Bayern und Württemberg., Prag 1813. Hier finden sich neben Wechselkursen und Geldwerten alle aktuellen Eigenheiten der Bayern, an deren Land Salzburg gerade angeschlossen wurde.

 

Beyträge zum Kopfrechnen, München 1817

“Beyträge zum Kopfrechnen für Schüler und Schulfreunde in Baiern. Von Joh. Nepomuk Holzapfel.., München 1817″ zeigt den sehr geldwertorientierten Rechenunterricht in Bayern und bringt sehr viele konkrete Lohn- und Warenkostenbeispiele der Zeit.

Die Bürgermeister in Salzburg… , Salzburg 1840

Im Buch “Die Bürgermeister von Salzburg von 1433 bis 1840. Von Maria Vinzenz Süss., Salzburg 1840″ ist die Geschichte des Freyschiessens 1816, Art und Anzahl der geprägten Medaillen und alle Empfänger niedergeschrieben.

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Neues zur Chronologie und Porträtikonographie der ältesten Mozartmedaillen (von F. N.):

Februar 21st, 2016 by Peter Macho

 Mozart von Baerend     Mozart von Guillemard     Mozart von Voigt

 

 Der Erwerb der Prager Mozartmedaille von 1805 inspirierte Frank Nauhauser (Mitglied der Salzburger Numismatischen Gesellschaft) sich näher mit den ältesten Medaillen Mozarts zu beschäftigen. Dabei recherchierte Frank viele zeitgenössische Quellen und konnte chronologische Fehler in meinem 1991 erschienen Katalogs „Wolfgang Amadeus Mozart – Medaillen und Schaumünzen 1791 -1991“ feststellen. Diese Fehler resultierten aus der unüberprüften Übernahme älterer Quellen und sollen hier richtig gestellt werden. Die vorliegenden Ergebnisse wurden grundlegend von Frank Nauhauser gesammelt und sind (unter meiner redaktionellen Beihilfe) hier  veröffentlicht. Peter Macho :

 

 1. Medaille von BAEREND, Dresden 1796:

 

Mozartmedaille 1796 von Baerend

Vs:  Belorberter Kopf Mozarts n.r., Umschrift: WOLFGANG AMADEVS MOZART. Unten: BAEREND: F. Rs.:  Orpheus auf einem Felsen sitzend, mit der Lyra. Ein stehender Löwe horcht dem Spiele zu. Umschrift: AUDITUS SAXIS INTELLECTUSQ. FERAR. SENSIBVS. 

Das Portrait  W. A. Mozarts ist frei nach dem Porzellanrelief Portrait von L. Posch von 1788 gestaltet. Baerend hat allerdings einen Lorbeerkranz im Haar hinzugefügt. Diese Darstellung spielt auf Apoll, dem “Gott des Lichts” an, der auf alten Münzen mit einem Lorbeerkranz im Haar dargestellt wurde.

 Das lateinische Zitat der Rückseite stammt aus Ovid XI,42, „Tod des Orpheus“.  Orpheus steht in enger Verbindung zum Gott Apollon (Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste, insbesondere der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs) und den Musen. Von  Apollon bekam er seine Lyra geschenkt. Mit seinem Spiel und Gesang betörte er Götter, Menschen und sogar Tiere, Pflanzen und Steine. Die Bäume neigten sich ihm zu, wenn er spielte, und die wilden Tiere scharten sich friedlich um ihn, und selbst die Felsen weinten angesichts seines schönen Gesangs. Hierauf bezieht sich auch die lateinische Umschrift.

Ein ähnliches Bild von Orpheus mit dem Löwen findet sich bei Breitkopf & Härtel 1799 als Kupferstich in „Oeuvres complettes  de Wolfgang Amadeus Mozart“  XIV différentes pièces pour le pianoforte. Der Mythos von Orpheus verkörperte die Unsterblichkeit der Seele. So ist die Ehrung Mozarts mit Bezug zu Orpheus auch in diesem Sinne zu verstehen.

Zum Vertrieb liest man bei Gerber im Jahr 1814: Diese (Denkmünze) wurde damals  in Dresden, Hamburg und Leipzig , in Silber (2 1/2 Lot schwer) für 3 Reichsthaler, 8 Groschen oder 12 Mark und in Zinn für 5 Mark 8 Heller zum Verkaufe ausgeboten.

Quellen:

Gerber, Ernst Ludwig: Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler, Vierter Theil – Anhang, Teil III, Fortgesetztes Verzeichnis von Statuen und Büsten großer Tonlehrer und Tonkünstler, Leipzig: A. Kühnel, 1814. S.746/747

Hauschild, Johann Friedrich: Beitrag zur neueren Münz- und Medaillengeschichte vom XV Jh bis jetzo. - Anhang: Berühmte Männer und dergl. Dresden: Carl Gottlob Gärtner, 1805. Nr. 602, S. 78 (hier:Medaille Mozart)

Kläbe, Johann Gottlieb August: Neuestes gelehrtes Dresden oder Nachrichten von jetzt lebenden Dresdner Gelehrten, Schriftstellern, Künstlern, Bibliotheken und Kunstsammlern. Leipzig: Voss und Comp., 1796. S.8/9 (zur Kurzbiographie Baerend)

 

 2. Medaille von GUILLEMARD, Prag 1805:

 Mozartmedaille 1805 von Guillemard 

 

Vs.: Brustbild Mozarts, Umschrift: WOLFGANG GOTTLIEB MOZART. Darunter: GEB. 1756, GEST.1791, im Ärmelabschnitt Signatur: A. GUILLEMARD F. Rs.: Eine aufrechtstehende Muse mit der Lyra, bei ihr ein geflügelter Knabe mit einer geraden Trompete. Umschrift: „HERRSCHER DER SEELEN. DURCH MELODISCHE DENKKRAFT“.

Die Mozart Gedenkmedaille von A. Guillemard und und F. Stuckhart entstand  1805 in Prag. Die Grösse war 1 Zoll, 5 Linien, das Gewicht 11/16  Loth in Silber. Die Medaille wurde damals für 2 fl. 30 kr. verkauft.

Das Portrait der Vorderseite ist nach dem Kupferstich  von Mansfeld 1789 gestaltet. Bei Wurzbach findet sich folgender Kommentar: „Stich von I.G. Mansfeld le jeune, nach einem Basrelief-Porträt Mozart’s von dem Bildhauer Posch bei Lebzeiten Mozart’s im Jahre 1781 verfertigt. Dieses authentische Bildniß M.’s wurde als das einzige von zuverlässiger Aehnlichkeit im Jahre 1789 von I.G. Mansfeld le jeune in dem selben Format (8.) in Kupfer gestochen (Viennae, apud Artaria Société)“

Mansfelds Kupferstich finden Sie hier im Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek:http://www.bildarchivaustria.at/Preview/18845428.jpg

HERRSCHER DER SEELEN. DURCH MELODISCHE DENKKRAFT“. - Der Verfasser dieser Umschrift konnte nicht identifiziert werden. Lediglich in Nissens Biographie findet sich ein Schreiben an Mozart bei Vorstellung seiner Oper Figaro 1786: „ Ich hört’ Dich, melodischer Denker, und priess Dein Schöpfertalent, und in’s Wonnemeer riss Mich bald der Empfindungen mächtigste Welle….Doch bist Du der Fühlenden Orpheus mehr, Bist Herrscher der Seelen, Dir fröhnt das Gehör Der Kinder, der Mädchen, der Männer, der Krieger.“

Diese Zeilen stammen vom Arzt und Dichter Dr. Anton Daniel Breicha aus Prag und das  Huldigungsgedicht wurde nachweislich auch als Flugblatt in Prag und Wien verbreitet und von Mozart an seinen Vater nach Salzburg gesendet.

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