Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

3-6/2019: NUMISMATISCHE TERMINE in und um SALZBURG:

Februar 14th, 2019 by Peter Macho

2.,3. März 2019:

Münzbörse Numismata München  www.numismata.de 

12. März 2019:

Vortrag Guttenbrunner: „Zeppelin - Geschichte, Technik, Münzen       und Medaillen, Poststücke”. Salzburg    www.salzburger-geschichte.at

14.März 2019:

Vortrag Mayrhofer „Rübenbatzen und Renaissancemedaille - wirtschaftliche Bedeutung und künstlerische Gestaltung der Salzburger Münzen unter Leonhard von Keutschach und Matthäus Lang”, Salzburg    www.salzburger-geschichte.at

15. März 2019:

Banknotenauktion bei Frühwald, Salzburg     www.auktionen-fruehwald.com

23. April 2019:

Vortrag Hylla: „Von Schätzen und Depotfunden. Neues zu den Salzburger Pfennigen des Hochmittelalters”. Salzburg   www.salzburger-geschichte.at

4. Mai 2019:

Münzbörse Wels       www.muenzvereinwels.at


11.Mai 2019:

Münzbörse Spitz, Wachau   www.numismatik-krems.at


11. Juni 2019:

Vortrag Mayrhofer „Organisation und Finanzierung des Edelmetallankaufes und der Münzprägung in Salzburg 1500-1540″, Salzburg   www.salzburger-geschichte.at

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14.3.2019: Vortrag C. Mayrhofer, Rübenbatzen und Renaissancemedaille - wirtschaftliche Bedeutung und künstlerische Gestaltung der Salzburger Münzen und Medaillen unter Leonhard von Keutschach und Matthäus Lang.

Februar 13th, 2019 by Peter Macho

 

Keutschach - Lang

 Leonhard von Keutschach, sechsfache Dukatenklippe 1513 (BR 1, Bankhaus Spángler, Foto: Erich Erker). Kardinal Matthäus Lang, Taler 1522 (BR 632 korr., ehem. Sammlung Leopolder, Foto: Ulrich Höllhuber).
Donnerstag, 14. März 2019, 19 Uhr, Müllner Bräu, Saal 3:

Vortrag von Christoph Mayrhofer:

Rübenbatzen und Renaissancemedaille - wirtschaftliche Bedeutung und künstlerische Gestaltung der Salzburger Münzen und Medaillen unter Leonhard von Keutschach und Matthäus Lang.

Im Jahr 1501 hat Erzbischof Leonhard von Keutschach die Münzprägung in Salzburg nach einer Unterbrechung von vierzig Jahren wiederaufgenommen.

Für Salzburg hatte das große wirtschaftliche Bedeutung. Es blieben dadurch nicht nur die bedeutenden Einkünfte aus der Münzprägung selbst im Land, sondern die Salzburger Wirtschaft wurde auch mit dringend benötigten Zahlungsmitteln versorgt. Die letzten Jahrzehnte des 15. Jahrhunderts waren nicht nur in Salzburg gekennzeichnet von einem Mangel an Münzgeld, dessen Ursachen sich gerade am Salzburger Beispiel gut darstellen lassen. Die reiche Salzburger Edelmetallförderung vor allem in den Hohen Tauern und eine moderne Nominalstruktur mit dem Rübenbatzen als bedeutendste Münzsorte an der Spitze führten zu einer Verbreitung der Salzburger Münzen weit über das Gebiet des Erzstifts hinaus. Sie spielten damals eine wichtige Rolle im Münzumlauf Ostösterreichs und auf den ersten Blick überraschend - auch in Südwestdeutschland. Unter Erzbischof Matthäus Lang hatten dann überregionale Münzordnungen wesentlichen Ein?uss auf die ausgeprägten Nominale und damit auch auf die Wirtschaftlichkeit vor allem der Vermünzung des Silbers.

In einem zweiten, etwas umfangreicheren Teil steht die Gestaltung der Münzen und Medaillen im Vordergrund. Die für den Umlauf gedachten Münzsorten waren unter der Regierung beider Erzbischöfe konservativ gestaltet.

Hier kam es auf die Wiedererkennbarkeit an und auf die optische Vermittlung der beständigen Guthaltigkeit. Die Gestaltung der beiden bereits um 1460 in Salzburg geprägten Münzsorten Pfennig und Dukat etwa wurde 1501 mit nur kleinen Änderungen einfach übernommen. Bei der Gestaltung der Repräsentationsgepräge dagegen stehen beide Erzbischöfe auf der Höhe der Zeit. Die prächtigen Münzen und Medaillen der beiden Erzbischöfe werden dabei im Vergleich mit der Kunst und dem Kunsthandwerk ihrer Zeit betrachtet. Von Zeichnungen und Druckgraphik über die Holz- und Steinplastik bis hin zu Siegeln und   Glasfenstern reicht da die Liste der Vergleichsobjekte.

Der sogenannte Rübentaler von 1504 zeigt noch ein spätgotisches Erscheinungsbild und steht damit in einer Reihe mit anderen frühen Großsilbermünzen etwa aus Tirol oder der Schweiz. Die hier verwendeten Motive kehren in zeitgleichen Buchillustrationen wieder, aber ebenso in der modernen Kunstmedaille. Die Gestaltung der Gepräge mit dem Porträt des Erzbischofs Matthäus Lang ist dagegen ganz von der Renaissance geprägt. Gerade die Gattung der Porträtmedaille gehört ja zu den Leitmedien der Kunst in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. In Langs Nachlass befand sich eine Sammlung von antiken und zeitgenössischen Prägungen mit Porträts, der Erzbischof hatte also auch ein ganz persönliches Interesse an der Numismatik.

Der Vortragende:

Christoph Mayrhofer ist seit 30 Jahren Verlagsangestellter bei den Salzburger Nachrichten, daneben War er sieben Jahre lang für die Münzsammlung des Salzburg Museum Verantwortlich. Seit 1999 ist er Vorstandsmitglied der „Freunde der Salzburger Geschichte”, für die er mehrere Bücher (mit-) herausgegeben hat, daneben zahlreiche Publikationen zur Salzburger Numismatik im ln- und Ausland.

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Sonderangebot zur Numismata München, 2.und 3.3.2019: Höllhuber, 15 Kreuzer Leopold 1. NUR 20.- €

Februar 11th, 2019 by Peter Macho

 

HÖLLHUBER , 15 KREUZER LEOPOLD 1.

1) Höllhuber: Die Fünfzehner Kaiser Leopolds I. und des Erzstifts Salzburg mit einem Beitrag von Ch. Mayrhofer. Salzburg 1998, 400 Seiten mit zahlreichen SW-Abb., fest gebunden.

ANGEBOT AUF DER NUMISMATA MÜNCHEN, 2., 3. März:

 

1 Buch  20.- €

5 Bücher 90.-

10 Bücher 150.-

20 Bücher 250.- 

VORBESTELLUNGen an macho@muenzversand.at

Vom römischen Denar zum Euro. Geld in Salzburg und Bayern.

2) Höllhuber, Peter F. Kramml und Christoph Mayrhofer (Hg.): Vom römischen Denar zum Euro. 2000 Jahre Geld in Salzburg und im benachbarten Bayern. Ausstellungskatalog Bachschmiede Wals
Salzburg 2011, 232 Seiten mit rund 600 Farb- und SW-Abb., Franz. Broschur, 14,90 Euro.

1 Band   10.- €.

5 Bände  40.- €.

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12.2.2019: SNG Vortrag Erich Erker: Salzburger Emigrantenmedaillen - Die Hohlstücke

Februar 9th, 2019 by Peter Macho

 

Kupfersticheinlagen einer Emigrantenmedaille 1732

Vortrag: Mag. Erich Erker, Veranstalter: Salzburger Numismatische Gesellschaft (SNG)

  „Die Medaillen zur Salzburger Protestanten-Emigration 1731/32 - Schraubmedaillen”

Zeit und Ort:   Di.,12.02.2019,          Sternbräu, Griesgasse 23, Salzburg. 1. Stock.

18:30-19:30 gemeinsames Abendessen und Meinungsaustausch mit der SNG
19:30: Beginn Vortrag

 

Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen, aus Platzgründen bitte mit Anmeldung an sng@salzburger-geschichte.at.

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Quellen zum Vortrag: Wallfahrt, Pest und Bruderschaften - Die religiöse Medaillenprägung Salzburgs

November 21st, 2018 by Peter Macho

 karl roll bemerkungen zu den salzburger bruderschaftspfennigen-pdf  karl roll  weitere nachrichten über die familie seel -pdf

Vielen Dankan alle für den guten Besuch! Nachfolgend einige Quellen meines Vortrages, weitere folgen!

karl roll weitere nachrichten über die familie seel -pdf

karl roll bemerkungen zu den salzburger bruderschaftspfennigen-pdf

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Vortrag Peter Macho 20.11.2018: Wallfahrt, Pest und Bruderschaften - Die religiöse Medaillenprägung Salzburgs

November 16th, 2018 by Peter Macho

 

Vortrag Peter Macho 20.11.2018

 

Wallfahrt, Pest und Bruderschaften -
Die religiöse Medaillenprägung Salzburgs

Vortrag: Mag. Peter Macho, Veranstalter: Salzburger Numismatische Gesellschaft (SNG)

Zeit und Ort:   Di.,20.11.2018,          Sternbräu, Griesgasse 23, Salzburg. 1. Stock, „Bierstube”
18:30-19:30 gemeinsames Abendessen und Meinungsaustausch mit der SNG
19:30: Beginn Vortrag

Die religiösen Prägungen Europas beginnen im 16. Jahrhundert in Rom und Böhmen. Von 1660 bis 1700 (in der Zeit der Hexenverfolgung, der Türkenkriege und des Aberglaubens) nimmt Salzburg dabei eine führende Rolle ein. Dazu gaben Kloster St. Peter und die Münzstempelschneider Seel den Anstoß. Die in Salzburg gefertigten Medaillen zählten in Art und Gestaltung zu den schönsten in Europa und wurden von Klöstern und Wallfahrtsorten in Österreich, Bayern, Tschechien, Württemberg, der Schweiz, Ungarn und Südtirol bestellt.
Die intensive Forschung zu diesen Prägungen begann um 1850, heute existieren einige bedeutende museale Sammlungen, unter die sich glücklicherweise auch unser Salzburg Museum einreihen kann.

Erfahren Sie mehr zu dieser Thematik (Geschichte, Produktion, Kosten, Verwendung, wichtige Forscher und Sammlungen, Handel und Verbreitung und natürlich schöne Bildbeispiele) beim Vortrag. Zusätzlich werden  ORIGINALOBJEKTE ZUR ANSICHT vorliegen.

Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen, aus Platzgründen bitte mit Anmeldung an sng@salzburger-geschichte.at.

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VORSCHAU: 350 Salzburger Münzen in Auktion bei Peus, Rauch und Dorotheum (7.-14.11.2018):

Oktober 23rd, 2018 by Peter Macho

Busso Peus, Auktion 423, 1764: 5 Dukat Domweihe

Busso Peus bietet bei seiner 423. Auktion am 7.11.2018 51 Salzburger Münzen an.

Rauch 107, 2036 Pfennig Salzburg  Rauch 107, 1878: Goldgulden 1509

H.D.Rauch präsentiert auf seiner 107. Auktion am 14.11.2018 158 Salzburger Münzen.

Dorotheum Wien 526.Auktion: Pfennig Salzburg, Los 1   Dorotheum Wien 526.Auktion: Sechser 1536

Bei der 526. Auktion des Dorotheums in Wien am 14.11.2018 findet man 140 Salzburger Münzen, darunter seltene mittelalterliche Stücke aus dem Nachlass von Fr. Dr. Elfriede Krauland, einer besten Kennerin des Salzburgisch - Friesacher Münzwesen.

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Numismatischer Herbst in Salzburg: Von Emigration, Pest und Wallfahrt zum modernen Geld - Vorträge 4.10., 16.10., 20.11.

Oktober 1st, 2018 by Peter Macho

 

Vortrag Erker Emigrantenmedaillen

4. Oktober 2018: Vortrag im Müllnerbräu, Saal 3  Beginn 19 Uhr

Mag. Erich Erker, LLM: „Exodus aus Salzburg: Die Medaillen zur Salzburger Protestanten-Emigration 1731/32 und ihre kunst- und kulturhistorische Bedeutung”.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit den Freunden der Salzburger Geschichte.

Mag. Erker hält  zwei Tage später, am Samstag, dem 6.102018, bei den “ERFURTER NUMISMATISCHEN GESPRÄCHEN” einen weiteren Vortrag zur “Ikonographie der Salzburger Emigrationsmedaillen”. Informationen dazu finden Sie hier: http://www.erfurter-muenzfreunde.de/wp-content/uploads/2018/09/Faltblatt-Erfurter-Numismatische-Gespraeche-2018.pdf .

Vortrag Erich Erker 16.10.2018

16. Oktober 2018:Vortrag im Sternbräu, 1. Stock, 19:30

Mag. Erich Erker, LLM: „Erstaunliches und Interessantes über unser modernes Geld”.

Vortrag Peter Macho 20.11.2018

20. November 2018:Vortrag im Sternbräu, Bierstube, 1. Stock, 19:30

Mag. Peter Macho „Wallfahrt, Pest und Bruderschaften - Die religiöse Medaillenprägung Salzburgs”.

Der Vortrag entführt in die Welt des Aberglaubens, der Hexenverbrennung, der Türkenkriege  und des schon damals globalisierten Handels mit Amuletten gegen diese Übel -  und Salzburg`s nicht unbedeutende Rolle dabei.

DER EINTRITT IST FREI, GÄSTE SIND WILLKOMMEN !  Aus organisatorischen Gründen (genügend Sitzplätze) erbittet die Salzburger Numismatische Gesellschaft um Anmeldung per Email an:

mailto: sng@salzburger-geschichte.at

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Die Salzburg Sammlung im Münzkabinett des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart:

Oktober 1st, 2018 by Peter Macho

Landesmuseum Stuttgart

Im Herbst 2013 besuchte die Salzburger Numismatische Gesellschaft das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart und hatte dank des freundlichen Entgegenkommens von Herrn Dr. Matthias Ohm, Kurators des Münzkabinetts, die Möglichkeit die Salzburg Bestände an Münzen und Medaillen zu sichten.

 https://www.landesmuseum-stuttgart.de/en/sammlungen/kunst-und-kulturgeschichte/muenzkabinett/

 

 

 

 

Dabei fanden sich einige außergewöhnliche Salzburger Raritäten unter den Beständen:

Münzen  Kurator Dr. Matthias Ohm (3.v.l.) und SNG Excursionsteilnehmer im Stuttgarter Münzkabinett Münzen

Mittelalter:

Unter den etwa 50 mittelalterlichen Münzen der Münzstätten Salzburg, Laufen, Friesach und Pettau finden sich bereits 7 seltene bis höchstseltene Exemplare aus dem 12. Jahrhundert.

Laufen, Eberhard 1., Dünnpfennig, CNA A32

Abb.1: Laufen, Eberhard 1. Dünnpfennig CNA A32 (Inv. MK 16016; 0,89 gr.)

Laufen, Eberhard 1., Dünnpfennig, CNA A32

Abb.2: Laufen, Eberhard 1. Dünnpfennig CNA A32 (Inv. MK 16015; 0,86 gr.)

Laufen, Eberhard 1., Dünnpfennig, CNA A32

Abb. 3: Laufen, Eberhard 1. Dünnpfennig CNA A32

Laufen, Eberhard 1., Dünnpfennig, CNA A31

Abb.4: Laufen, Eberhard 1. Dünnpfennig CNA A31 (Inv. MK 16014 )

Adalbert 3., Pfennig Salzburg, CNA A35 var

Abb.5  Adalbert 3., Salzburg, Pfennig CNA A35 starke Var. (0,68 gr.)

Laufen

Abb.6 Adalbert 3., Salzburg, Pfennig CNA A35 (0,69 gr.)

Adalbert 3., Pfennig Salzburg, CNA A35 var

Abb.7 Adalbert 3., Salzburg, Pfennig CNA A35 (Inv. MK 7917; 0,675 gr. ; aus Helbing 65, Nr.673, dort Augsburg zugeordnet)

Adalbert 3., Pfennig Salzburg, CNA A35

Abb.8: Salzburg, Adalbert 3. Pfennig Salzburg, CNA A35 var. (0,905 gr.)

Die Laufener Dünnpfennige wurden unter Erzbischof Eberhard 1. (1147 - 1164) nach Regensburger Vorbild geprägt.

Die Laufen zugeordneten Pfennige Nr. 5 - 8 sind von größter Seltenheit und wurden erstmals 1763 in Obermayrs Bericht über den Fund von Reichenhall publiziert. Dieser Fund Read the rest of this entry »

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Die Salzburg Sammlung des Münzkabinetts Prag (Nationalmuseum Prag):

September 6th, 2018 by Peter Macho

Heller 1559 Goldabschlag, Münzkabinett Prag

Im April 2018 besuchte die Salzburger Numismatische Gesellschaft (SNG) die Münzsammlung des Prager Nationalmuseums. Das Nationalmuseum, in dem die Sammlungen normal untergebracht sind, befindet sich seit Jahren in Umbau und Renovierung und so fuhren wir in die die Dependance nach Theresienstadt, wo die Sammlungsbestände in den Maria-Theresianischen Kasernengebäuden untergebracht sind.

Der Obmann der SNG, Mag. Ulrich Höllhuber, hatte mit Dr. Jiri Militky, dem Betreuer der Sammlungsbestände in Prag vereinbart, dass wir alle Salzburger Münzen besichtigen können, die Dr. Militky in den Beständen findet. Unsere Erwartungen lagen bei einigen Hundert Münzen, so wie wir sie bereits bei den früheren Museumsexkursionen (Berlin, Hamburg, Gotha, St. Gallen, etc.) zu sehen bekommen hatten.

Um so überwältigender war der Bestand, den uns Dr. Militky (auf zwei! Transportwagerl) in den Studeienraum brachte: 40 hölzerne Grossschubertabletts mit etwa 2800 Salzburger Münzen!

Münzkabinett Prag, Tablett mit Salzburger Münzen      Exkursionsteilnehmer (anonymisiert), SNG Leiter Mag.Ulrich Höllhuber und Dr. Jiri Militky (Prager Nationalmuseum, Numismatik)

Im Gegensatz zu vielen anderen Museen sind in Prag die Salzburger Münzen alle im Salzburg -Bestand zusammengeführt, was die Erforschung eines Spezialgebietes enorm erleichtert. Meist findet man in Museen die Bestände aufgeteilt in z.B. Sammlungsaltbestand, Legate, Neuerwebungen, Grossfunde, Fundmünzen aus der Archäologie, eigene Medaillen- und Schaumünzensammlung, etc. .

Inventarsystem im Prager Münzkabinett

Über die Inventarnummern und Anmerkungen ist die Provenienz der Stücke jederzeit abrufbar.

Mit diesem (geordneten) Umfang reiht sich die Prager Sammlung neben Wien und München zu den (nun drei) grössten Salzburg-Sammlungen weltweit!  Darüber hinaus erklärte uns Dr. Militky, dass die seltensten und besseren Salzburger Münzen im Museumshauptgebäude gelagert werden  (und daher momentan nicht zugänglich sind)und etwa 1000 Salzburger Mittelaltermünzen noch nicht aufgearbeitet sind.

Im Folgenden werden Beispiele aus der Sammlung vorgestellt:

Michael von Kuenburg:

Goldabschlag des Hellers 1559, UNEDIERT

Heller 1559, Goldabschlag. BR. unediert, vgl. Zöttl 490 (Silber!).  Foto: Münzkabinett Prag

Die seltenste Münze ist der unedierte Goldabschlag des Hellers 1559. Er weist oben und unten eine Henkelspur auf. Dies lässt mich vermuten, dass diese Münze vielleicht für ein erzbischöfliches Kleinod geprägt wurde wie es zu Beginn der Renaissance üblich war. In den Sammlungen in Wien (KHM) und München finden sich genügend Beispiele für den Typus “Grössere Porträtmedaille, darunter Goldperlen und kleinere Münzen oder Medaillen. (Von Michael gibt es eine Porträtmedaille).

JOHANN JAKOB VON KUEN BELASI (1560-1586):

Doppeldukat 1568, zeitgen. Fälschung, Münzkabinett Prag

Doppeldukat 1568 falsches Wappen!  BR. 1240 a  Foto: Münzkabinett Prag

BR 1240a: Beizeichen Blatt wie 1240, Umschrift wie 1239. Rs. Umschrift wie 1242.

Der Doppeldukat 1568 weist eine falsche Wappenzeichnung auf. (Hinweis von C.M.) Das Material ist stark kupferfarben, wie schlecht legiertes Gold mit geringem Goldgehalt.

Exkurs: Die selbe Umschrift und die selben Beizeichen weist der Zehner 1568 auf, Read the rest of this entry »

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