Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

Unedierte 5 Dukatenmedaille “Springendes Pferd” von Gennaro bei Rauch in Wien:

Mai 28th, 2017 by Peter Macho

Franz Anton Harrach:Fünf Dukatenmedaille 1721, Bild: Auktionshaus Rauch, Wien

Am 22. Juni versteigert Rauch in Wien eine besondere Salzburger Rarität:

Die 5 Dukatenmedaille 1721 von Gennaro war bisher nur in Silber bekannt, ein Silberabschlag liegt im Münzkabinett des KHM in Wien.

Das Motiv mit dem springenden Pferd, das von Gott gezügelt wird wurde erstmals 1709 zum Regierungsantritt Franz Anton Harrachs vom Stempelschneider Phillip Heinrich Miller kreiert. Miller schnitt weitere Stempel dieser Medaille 1711, 1718 und einen Stempel ohne Jahreszahl.

Der 1721 von Gennaro geschnittene Stempel ist der letzte dieser Serie.

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The Salzburg Coin Collection at the British Museum

Mai 11th, 2017 by Peter Macho

BM London

 On May 5th 2017, the Salzburg Numismatic Society visited the coin department of the British Museum in London. Crowning a long period of preparations, the eight members of the SNS were able to examine and hold in hands not only the roughly 450 Salzburg coins in the Museum’s possession, but also many of the most eminent Greek coins known to numismatics.

This trip was enabled by the kind intercession of Stephen, an influential British collector.

In his two-volume work “Die Münzen und Medaillen des Erzstifts Salzburg“, published in Munich in 1928 and 1931, Karl Roll lists about 90 gold and silver coins in possession of the BM. Among these coins, he lists one Rübentaler from 1504, of which no more than 12 exist worldwide.  

To state it right away: We were able to find all of Roll´s listed coins except for the Rübentaler. It appears likely that it went missing during the German bombardment in May 1941, which resulted in the coin department burning down. During the war, many eminent objects were transported into safety, and the Rübentaler counted among the rarest and most expensive coins even then.

Notwithstanding this notable absence, the British Museum´s Salzburg collection remains impressive.

Among the medieval coins are two Laufener broad pennies (CNA A32) with rests of letters.

The ducats and double ducats are almost all in excellent condition, the pieces from the 18th century mostly

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Die Salzburg Sammlung des Britischen Museum in London:

Mai 11th, 2017 by Peter Macho

BM London

Am 5. Mai 2017 besuchte die Salzburger Numismatische Gesellschaft das Münzkabinett im Britischen Museum in London. Nach langen Vorbereitungen konnten sieben Mitglieder der SNG nicht nur die ca. 450 Salzburger Münzen des Kabinetts, sondern auch die bedeutendsten griechischen Münzen der Münzgeschichte aus den Tresoren des BM besichtigen und in Händen halten.

Den Zugang zu diesen Raritäten verdanken wir Stephen, einem uns bekannten Londoner Sammler mit besten Kontakten ins BM.

Karl Roll verzeichnet in seinem 1928 und 1931 in München erschienenen zweibändigen Werk „Die Münzen und Medaillen des Erzstifts Salzburg“ ca. 90 Salzburger Gold- und Silbermünzen mit dem Standort BM. Unter diesen Münzen ist eines der ca. 12 weltweit existierenden Stücke des Rübentalers von 1504 aufgelistet.

Gleich vorweg: Im Bestand des Museums fanden sich alle bei Roll aufgelisteten Münzen bis auf den Rübentaler. Es erscheint wahrscheinlich, dass der Rübentaler bei oder nach der Bombardierung und dem Brand des Münzkabinetts im Mai 1941 in Verlust geriet. Während des Krieges wurden viele bedeutende Objekte ausgelagert und der Rübentaler zählte damals zu den gesuchtesten und teuersten Münzen der Welt.

Trotz dieses Verlustes ist die Salzburg Sammlung durchaus beachtlich:

Im Mittelalter finden sich zwei Laufener Dünnpfennige (CNA A32) mit mehreren ausgeprägten Buchstaben der Trugschrift.

Die in der Neuzeit vorhandenen Dukaten und Doppeldukaten sind meist in bester Erhaltung, die Stücke aus dem 18. Jahrhundert sind durchwegs prägefrisch. Insgesamt ist ein Großteil der Münzen in vorzüglicher oder besserer Erhaltung.

An Mehrfachdukaten beinhaltet die Sammlung:

 

BM London: Matheus Lang von Wellenburg, 4 Dukatenklippe 1522

 British Museum, object number 1851,0510.3, Lizenz:http://creativecommons.org/licences/by-nc-sa/4.0/

4 Dukatenklippe 1522, 13,94 Gr.,

Eine grössere Serie Doppeldukaten des Johann Jakob Kuen Belasi

Doppeldukatenklippe des Wolf Dietrich mit den 2 Stiftsheiligen, BR.1581

6 Dukaten 1593 vom Turmtalerstempel, 20,95 Gr.,

4 Dukat 1655 Salvatorstatue, BR.2957

5 Dukat 1668, 17,33 Gr., BR. 3168

8 Dukat 1668, 27,8 Gr., BR.3162

4 Dukat 1687

Doppeldukat 1688

12 Dukatenmedaille 1753, 41,77 Gr., BR.4148

Bei den Silbermünzen findet man die klassischen Raritäten Matheus Langs und Wolf Dietrich von Raitenaus, die schon im 19. Jahrhundert zu den gesuchtesten europäischen Münzen zählten:

Halbguldiner 1535 Kursmünze, 14,49 Gr., BR. 650

Halbguldiner 1539 AGNOSCE TE DILIGENTES, 13,30 Gr., BR. 654

Halbguldiner 1539 mit den 2 Heiligen 13,19 Gr., BR. 655

Doppelguldiner 1538 RADIANA, 52,62 Gr., BR. 563

2/3 Turmtaler 1594, 17,71 Gr., BR. 1536

Turmtaler 1594, 28,89 Gr., BR. 1544

Bei den Kleinmünzen stechen drei Pfennige von Guidobald Graf Thun (1660,1664 und 1665), alle in prägefrischer Qualität, ins Auge. Die Pfennige Guidobalds zählen zu den seltensten Salzburger Kleinmünzen.

Dieser kurze Überblick ist jedoch nicht das einzige Ergebnis der Reise, die SNG hat die Digitalisierung des kompletten Salzburg Bestandes gesponsert und in einigen Monaten werden alle Salzburger Münzen in der Datenbank des BM online zu sehen sein !

 

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Drei seltene Salzburger Medaillen aus der Biedermeierzeit:

April 20th, 2017 by Peter Macho

 

Firmmedaille 1819 St. Peter

Die erste Medaille ist ein handgraviertes Unikat: Firmmedaille des Abtes Albert 4. Nagnzaun von Stift St. Peter für Anton Mathias Eckschlager 1819. Abt Albert stand dem Kloster von 1818 bis 1857 vor.

Anton Eckschlager könnte der 1812 in Maxglan geborene spätere Vikar von Hochfilzen sein, der 1848 als Vikariats Provisor von Bergheim aufscheint, 1854 als Koadjutor in Hallein.

Das Laterankonzil von 1215 formulierte kein Recht, sondern die Verpflichtung zur jährlichen Beichte und Teilnahme an der Kommunion für jeden Gläubigen ab dem kanonischen Unterscheidungsalter (siebtes Lebensjahr).   (Quelle WIKIPEDIA)  Das Alter von 7 Jahren scheint mir daher für diese Zeit für die Firmung möglich; insbesonders unter Berücksichtigung der Zeitumstände (Hungersnot 1817/18 durch Ernteausfälle in ganz Europa und sicher vermehrt höhere Kindersterblichkeit).

Die zweite Medaille wurde ebenfalls am 1. Juni 1819 an einen Salzburger Firmling verschenkt. Beide Firmmedaillen sind entweder süddeutsche oder österreichische Erzeugnisse. Wie noch heute wurden derartige Medaillen von einheimischen Gold/ Silberschmieden vertrieben und graviert.

Firmmedaille verwendet in Salzburg 1819

 

Die dritte Medaille wurde zum 200 jähriges Domjubiläum 1828 geprägt: Diese (sehr seltene) Erinnerungsmedaille war bisher nur in Bronze bekannt und nicht in dieser schönen altvergoldeten Ausführung.

Medaille auf das Domweihjubiläum 1828, Bronze alt vergoldet

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Dir. Josef Leopolder, Gründungspräsident der SNG verstorben

April 18th, 2017 by Peter Macho

Lanz 127, Slg. Leopolder   Josef Leopolder (mit Gustl Esthofer)

Am 16. April 2017 ist Dir. Josef Leopolder, Gründungspräsident der Salzburger Numismatischen Gesellschaft verstorben. Möge er seine numismatischen Diskussionen (hier mit seinem ältesten Münzfreund Gustl Esthofer, der ihm vor Jahren vorausgegangen ist) in den Wolken fortsetzen können !

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Johann Jakob Kuen Belasi Porträtmedaille 1562 aus Florenz:

April 1st, 2017 by Peter Macho

Medaille Johann Jakob Kuen Belasi 1562, FOTO: Sailko, LIZENZ:Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Ein Bild der bei Roll schon zitierten Medaille im Museum in Florenz. QUELLE WIKIMEDIA COMMONS.  Von Sailko - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33578548

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Vortrag Mag.Erich Erker bei der SNG, 14.3.2017, 19:00 Uhr:

März 10th, 2017 by Peter Macho

TERMIN SALZBURGER NUMISMATISCHE GESELLSCHAFT

Vortrag, Dienstag, den 14. März 2017:

 Mag. Erich Erker:

 „Was war zuerst? Die Münze oder das Konto? Neue Erkenntnisse zum antiken Korngiro“

 19:00 Uhr, Sternbräu, Griesgasse 23, 5020 Salzburg, Jagdstube im 1. Stock.

 Wie immer wird mit einem gemeinsamen Abendessen gestartet, der Vortrag beginnt um ca. 20:00 Uhr.

 Im Anschluss an Mag. Erkers Vortrag berichte ich (Peter Macho) kurz über die Salzburger Münzen im Schweizer Nationalmuseum.

 

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Der Pfennig 1763 von Schrattenbach - Untersuchung Durchschnittsgewicht:

Januar 20th, 2017 by Peter Macho

 img_0003.JPG Pfennig 1763 Pfennig 1763

Pfennig 1763Pfennig 1763Pfennig 1763

Die seltene Gelegenheit aus einer Erbschaft 38 stempelgleiche und stempelfrische Pfennige Sigismund von Schrattenbachs aus dem Jahr 1763 erhalten zu haben gibt Gelegenheit die Durchschnittsgewichte dieser Münzgattung zu überprüfen. Die Stücke scheinen tatsächlich in einem der heute immer seltener werdenden “Familienkleingeldschachterl” 253 Jahre unberührt überstanden zu haben!

Die Untersuchung brachte ein (für mich) überraschendes Ergebnis:  Die Abweichungen im Gewicht reichen von 0,18 bis 0,32 Gramm und das daraus resultierende Durchschnittsgewicht von 0,25 Gramm wies nur ein einziger Pfennig auf. 13 Pfennige wiegen zwischen0,21 und 0,23 Gramm, 13 zwischen 0,27 und 0,30 Gramm.

Die Gewichtsabweichung der Hauptmasse liegt also bei fast 30 %,  und der schwerste Pfennig beinhaltet 77 % mehr Silber als der leichteste!

Offenbar wurde bei der Prägung dieser Kleinmünzen nicht sehr auf das Einzelstück geschaut sondern auf den geltenden Münzfuß ( Gesamtmenge der Pfennige / Pfund Silber). - Die durchschnittliche Verteilung führt ja in die Mitte.

Gewicht Pfennig 1763

TABELLE VERGRÖSSERBAR !

Da der Geldwert zu dieser Zeit durch den Silberwert der Münzen definiert war, konnte man beim Erhalt von 2 (regulären) Salzburger Pfennigen ganz schön schlecht abschneiden!

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Salzburger Numismatische Gesellschaft: Programm 2017

Januar 19th, 2017 by Peter Macho

Ab März 2017 finden die Treffen der SALZBURGER NUMISMATISCHEN GESELLSCHAFT im Sternbräu, Griesgasse 23, 5020 Salzburg, statt. Ort ist die Jagdstube im 1. Stock !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Beginn ist jeweils 19:00 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen, um Anmeldung unter sng@salzburger-geschichte.at wird gebeten.

17.–18. Februar 2017: Besuch der Ausstellungen „1 Zobl – 75. Das Bild im Kreis. Helmut Zobl – Prägungen 1965 bis 2016“ und „Das Gold des Kaisers“ mit Führung durch PD Dr. Klaus Vondrovec im Kunsthistorischen Museum Wien, Münzkabinett.

14. März 2017: Vortrag Mag. Erich Erker: „Was war zuerst? Die Münze oder das Konto? Neue Erkenntnisse zum antiken Korngiro“.

25. April 2017: Vortrag Mag. Ulrich Höllhuber: „Reisen zu griechischen Münzstätten. Eine Spurensuche in Italien und Griechenland“.

3.–7. Mai 2017: Reise nach London, Besuch des Münzkabinetts im British Museum.

Juni 2017: Informelles Treffen mit Diskussion zu aktuellen Themen -  Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

September 2017: Informelle Treffen mit Diskussion zu aktuellen Themen -   Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

24. Oktober 2017: Vortrag Christoph Mayrhofer: „Unbekanntes und Interessantes aus der numismatischen Sammlung im Salzburg Museum“.

21. November 2017: Vortrag Dr. Helmut Zöttl: „Gold und Silber der Salzburger Erzbischöfe“.

Salzburger Numismatische Gesellschaft Eine Sektion des Vereins „Freunde der Salzburger Geschichte“, Leitung: Mag. Ulrich Höllhuber

A-5026 Salzburg, Postfach 1 E-Mail: sng@salzburger-geschichte.at ,  Homepage: www.salzburger-geschichte.at .

HIER DAS PROGRAMM ALS PDF ZUM AUSDRUCKEN:

Jahresprogramm der SNG 2017

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MONEY TREND 1-2017: Prof.Hahn: Salzburger Denare 1024-1039

Dezember 29th, 2016 by Peter Macho

MONEY TREND 1-2017: Prof.Hahn: Altbaierische Münzgeschichte Teil 30

In der Ausgabe Jänner 2017 der Zeitschrift MONEY TREND findet sich der 30. Teil der Altbaierischen Münzgeschichte von Professor Wolfgang Hahn. Hier werden die Salzburger Denare der Zeit 1024 bis 1039 vorgestellt.

Dieses Heft darf in keiner numismatischen Salzburg-Bibliothek fehlen!!

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