Salzburger Numismatische Nachrichten

(Salzburger) Münzgeschichte aus Handel, Museen und Wissenschaft - von Münzhandel Peter Macho

Das Beizeichen “Kleeblatt” bei den mehrfachen Domdukaten und Klippen 1628:

Dezember 21st, 2019 by Peter Macho

Beizeichen beim 6fachen Domweihdukat 1628

Kleeblatt zu Füssen der Ministranten unter dem Weihrauchgefäss.

Vor einigen Wochen machte mich Christoph Mayrhofer, ehemaliger Kustos der Münzsammlung des Salzburg Museums, auf dieses interessante Beizeichen eines sechsfachen Domweihdukatens aufmerksam. Das Kleeblatt findet sich nur auf wenigen mehrfachen Golddukaten und Mehrfachtalerklippen, und zwar auf:

8, 10 und 12 Dukatenstücken mit 42 mm,

8 und 10 Dukatenstücken mit 43 mm,

4 und 6 Dukatenstücken mit 35 mm und

doppelten bis sechsfachen Talerklippen mit 47 mm.

 

Sechsfacher Dukat auf die Domweihe 1628 mit Beizeichen Kleeblatt. Bild:Macho

 Sechsfacher Dukat auf die Domweihe 1628 mit Beizeichen Kleeblatt. Bild:Macho

Die Geschenkstücke auf die Domweihe wurden nicht nur 1628 geprägt, sondern (wie fast alle Antrittsmünzen und Medaillen der Salzburger Erzbischöfe)  während der gesamten Regierungszeit. Die fortwährenden Bedarfsprägungen dienten als besondere Geschenke für verdiente Personen, da es in Salzburg keine zivilen Orden gab.

Das Kleeblatt könnte nun die Signatur eines Stempelschneiders oder die Kennzeichnung einer späteren Prägung (zwischen 1629+ und 1652) sein.

In der gängigen Literatur (Roll, Probszt, Zöttl) finden sich keine Hinweise zu dieser Besonderheit.

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